Hakenkreuz auf Grabstein: Jüdischer Friedhof in Sondershausen geschändet

Sondershausen  Kurz vor dem Gedenken an die Reichspogromnacht entdeckten Polizisten ein eingeritztes Hakenkreuz auf dem Jüdischen Friedhof. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Der Jüdische Friedhof in Sondershausen. Archivfoto: Dirk Bernkopf

Der Jüdische Friedhof in Sondershausen. Archivfoto: Dirk Bernkopf

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Als am Freitagvormittag zahlreiche Bürger von Sondershausen der Reichspogromnacht vor 80 Jahren auf dem Jüdischen Friedhof der Stadt gedachten, war nichts mehr von der Schändung eines Grabes zu sehen.

Erst am Mittwoch hatte eine Polizeistreife bei einer intensiven Kontrolle ein in einen Grabstein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt. Die Stadtverwaltung handelte schnell und ließ den Stein von einem Steinmetz zur Ausbesserung des Schadens abholen.

Bürgermeister Steffen Grimm (parteilos) verurteilte die Tat, nahm in seiner Rede jedoch keinen Bezug darauf. In den Jahren nach der Wende kam es immer wieder zu Schändungen des Friedhofs, in den letzten Jahren war jedoch kein Vorfall in Sondershausen mehr bekannt geworden.

Die Ermittlungen zu der Tat hat die Kriminalpolizei Nordhausen übernommen. Der der Reparatur soll der Stein an alter Stelle wieder aufgestellt werden.

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