Holzpellets radioaktiv verstrahlt: Stundenlanger Großeinsatz im Eichsfeld

Kefferhausen  Im Eichsfeld gab es am Sonnabend einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst in Kefferhausen. Grund waren verstrahlte Holzpellets aus Weißrussland.

Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst in der Dingelstädter Straße in Kefferhausen im Eichsfeld.

Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst in der Dingelstädter Straße in Kefferhausen im Eichsfeld.

Foto: Antonia Pfaff

Grund waren radioaktive Holzpellets in einem Wohnhaus in der Dingelstädter Straße. Die Messungen des Strahlenschutz-Zuges bestätigten die Strahlung. Allerdings lagen diese rund 2500mal unter dem Grenzwert, der für Menschen gilt, die beruflich mit radioaktiven Material arbeiten. „Es bestand damit keine Gefahr für die Bevölkerung“, sagte Einsatzleiter Silvio Lobing. Auch die Polizei bestätigt: „Es lag zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung oder den Besitzer der Holzpellets vor.“ Erste Befunde, die auf Plutonium hindeuteten, hätten sich laut Lobing nicht bestätigt. Es handelte sich um eine so genannte Alpha-Strahlung, die im Gegensatz zur Gamma-Strahlung schon mit einfachen Mitteln eingedämmt werden kann.

Die Holzpellets kamen demnach aus Weißrussland. Jetzt werden sie in Dresden noch einmal genauer untersucht und dann entsorgt. Der Eigentümer hatte die Pellets laut Polizei angeblich routinemäßig mit einem privaten Geigerzähler untersucht und danach die Feuerwehr alarmiert

Die Alarmierung ging kurz nach 13 Uhr bei der Leitstelle ein. Daraufhin wurde auch der Gefahrgutzug Eichsfeld alarmiert und kam zum ersten Strahlenschutz-Einsatz. Der Einsatz endete gegen 17.30 Uhr. Es waren insgesamt fast 60 Feuerwehrleute und Kameraden des Strahlenschutz-Zuges des Landkreises im Einsatz. Auch ein Strahlenschutzexperte des Landesamtes für Verbraucherschutz war vor Ort. Die Straße zwischen Dingelstädt und Kefferhausen war voll gesperrt.

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