Im Auto, auf der Grillparty, am Stausee: Verstöße am Ostersonntag

Erfurt.  Die Thüringer Polizei zieht Bilanz: Im Großen und Ganzen haben sich die meisten an die Corona-Verordnungen gehalten. Einige Vergehen gab es allerdings doch.

Die Corona-Verordnungen schreiben u.a. vor, dass sich maximal zwei Menschen aus verschiedenen Haushalten gleichzeitig treffen dürfen - unter Wahrung eines Mindestabstands.

Die Corona-Verordnungen schreiben u.a. vor, dass sich maximal zwei Menschen aus verschiedenen Haushalten gleichzeitig treffen dürfen - unter Wahrung eines Mindestabstands.

Foto: Martin Schutt/dpa (Symbolfoto)

Die Menschen in Thüringen haben zum Großteil auch am Ostersonntag die Regeln zur Eindämmung des Coronavirus eingehalten. „Das passte alles, es gab keine herausragenden Ereignisse“, sagte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale der Polizei am Sonntag. In einzelnen Fällen mussten Beamte am Wochenende dennoch an die Verordnungen zu Kontakteinschränkungen und Mindestabstand zwischen Personen verweisen - teils bedeutete führte das für Uneinsichtige auch zu Anzeigen. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Gemeinsam Drogen konsumiert

In Salomonsborn erwischte die Polizei am Samstagabend vier junge Männer im Alter von 17 bis 20 Jahren, die gemeinsam in einem VW saßen. Sie müssen sich nun nicht nur wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnungen, sondern auch wegen einer kleinen Menge Marihuana verantworten, die die Polizisten bei ihnen fand.

Feierlichkeiten trotz Kontaktverbotes

Ebenfalls am Samstagabend lösten Beamte in der Heinrich-Heine-Straße in Altenburg eine Feier mit acht Teilnehmenden im Alter von 15 bis 53 Jahren auf. Die Personen, die nicht in der Wohnung lebten, erhielten einen Platzverweis und müssen mit einem Verfahren wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz rechnen.

Mit ähnlichen Zusammenkünften und einer Grillparty hatten es Polizisten in Sömmerda am Samstag zu tun. Mehrere Personen (Erwachsene und Kinder) waren am späten Nachmittag als Gruppe zusammengekommen. Die Erwachsenen hatten zum Teil Alkohol getrunken. Auch nachdem die Beamten sie ermahnt hatten, sahen sie ihr Fehlverhalten nicht ein. Vier Personen erhielten eine entsprechende Anzeige, die Ansammlung wurde aufgelöst.

Im südlichen Sömmerdaer Landkreis löste die Polizei am Abend eine Grillparty auf. Sieben Personen erhielten eine Anzeige.

Nach Lagerfeuer in verschiedene Richtungen geflüchtet

Am Kromsdorfer Stausee bei Weimar stießen Beamte Samstagabend auf eine Gruppe von zehn bis 15 Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren, die bei einem Lagerfeuer nicht den Mindestabstand von 1,5 Metern einhielten. Als sie die Streifenwagen sahen, flüchteten sie urplötzlich in verschiedene Richtungen. Vier Personen konnten aufgegriffen werden, sie erhielten eine entsprechende Anzeige.

Auch in Weimar und Umgebung lösten Polizisten mehrfach Treffen auf, etwa von Familienangehörigen, die sich gemeinsam mit Bekannten beim schönen Wetter zum Grillen getroffen hatten. In einem Fall versuchte ein 19-Jähriger, die Beamten an der Nase herumzuführen. Der junge Mann lud, nachdem sein Vater das Haus verlassen hatte, mehrere Freunde zum Grillen ein. Als die Beamten an der Wohnungstür klingelten, versteckten sich seine Freunde im Gartenhaus auf dem Grundstück. Nach einem kurzen eindringlichen Gespräch kamen die drei Jugendlichen - im Alter von 18 bis 20 Jahren - aus ihrem Versteck. Sie zeigten sich gegenüber den Polizisten einsichtig und verließen das Grundstück.

Maximal zwei Menschen aus verschiedenen Haushalten gleichzeitig

Auch in Bad Berka traf sich eine Familie, um mit Bratwurst und Brätel den Abend ausklingen zu lassen. Die Personen konnten sich zwar als Familienangehörige ausweisen; da sie jedoch nicht alle am Ort der Feierlichkeit wohnen, mussten sie die Örtlichkeit verlassen. Sie wurden über ihren Verstoß gegen die Thüringer Verordnung aufgeklärt und verließen einsichtig das Grundstück.

Die Corona-Verordnungen schreiben unter anderem vor, dass sich maximal zwei Menschen aus verschiedenen Haushalten gleichzeitig treffen dürfen - unter Wahrung eines Mindestabstands. Damit soll die Ansteckungsgefahr verringert werden.

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