Konfrontation vor Jugendclub in Sömmerda

Sömmerda. Zu einer mutmaßlichen Racheaktion hatten sich am Montag mehrere Menschen vor dem Jugendclub getroffen. Die Angreifer waren mit Holzknüppeln bewaffnet.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam es zwischen den eritreerischen Staatsangehörigen und einer Gruppe von Kosovo-Albanern bereits am Sonntag während eines Volleyballspieles zu einer Konfrontation. Foto: Tino Zippel

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam es zwischen den eritreerischen Staatsangehörigen und einer Gruppe von Kosovo-Albanern bereits am Sonntag während eines Volleyballspieles zu einer Konfrontation. Foto: Tino Zippel

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Vor dem Jugendclub in der Straße der Einheit, der in diesen Tagen für Asylbewerber Freizeitangebote bereitstellt, gab es am Montag eine Auseinandersetzung. Gegen 15.30 Uhr hatte sich dort eine Gruppe von rund 15 Kosovo-Albanern getroffen, die mit Holzknüppeln bewaffnet den im Gebäude verweilenden Asylbewerbern aus Eritrea zu Leibe gehen wollten.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam es zwischen den eritreerischen Staatsangehörigen und einer Gruppe von Kosovo-Albanern bereits am Sonntag während eines Volleyballspieles zu einer Konfrontation. Vermutlich kam es zu mehreren Körperverletzungen untereinander von denen die Polizei keine Kenntnis erhielt.

Die genauen Umstände dazu müssen noch ermittelt werden. Am Montag erschienen nun die Kosovo-Albaner mit Holzknüppeln vor dem Jugendclub um Rache zu nehmen, in das Objekt gelangten sie jedoch nicht. Die Eritreer wurden beleidigt, weiterhin wurde ihnen durch die Kosovo-Albaner gedroht.

Als die Angreifer bemerkten, dass die Polizei informiert wurde, flüchteten sie. Durch den sofortigen Einsatz mehrere Funkstreifenwagen konnten 13 Personen gestellt und vorläufig festgenommen werden. Im Rahmen einer sofortigen Suche in der Nähe wurden mehrere der Holzknüppel gefunden und sichergestellt. Momentan laufen umfangreiche kriminalpolizeiliche Maßnahmen. Die Identität aller beteiligten Personen muss festgestellt werden, gegebenenfalls werden sie erkennungsdienstlich behandelt. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet.

Da sich Mitglieder der NPD versammelten und gemeinsam mit weiteren Teilnehmern eine Spontanversammlung in der Lucas-Cranach-Straße anmeldeten, wurden Unterstützungskräfte der Polizei aus Suhl und Gotha angefordert. Die Versammlung begann gegen 19 Uhr und endete kurz nach 20 Uhr in der Böblinger Straße. Laut Polizei wurden in diesem Zusammenhang weder Straftaten noch Ordnungswidrigkeiten begangen.

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