Nach Markt-Randale in Weimar: Konsequenzen noch unklar

Weimar.  Die Stadt Weimar prüft noch, gegen wen sie wie vorgehen wird. Ein Beteiligter aus Berlin hat seinen Aufruf zum Treffen in Weimar inzwischen gelöscht.

Der Polizeieinsatz vom Samstag auf dem Markt wirkt noch nach. Derzeit prüft die Stadtverwaltung, wie sie gegen die Verursacher vorgehen wird.

Der Polizeieinsatz vom Samstag auf dem Markt wirkt noch nach. Derzeit prüft die Stadtverwaltung, wie sie gegen die Verursacher vorgehen wird.

Foto: Michael Baar

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Die Stadt Weimar lässt derzeit prüfen, in welcher Form sie gegen einzelne Mitglieder der Gruppe vorgehen wird, die am Samstag einen großen Polizei-Einsatz auf dem Markt provoziert hat. Das sagte Bürgermeister Ralf Kirsten auf Nachfrage unserer Zeitung. Grundsätzlich verstoße das Verhalten der Beteiligten, die wegen Vergehen polizeilich erfasst worden sind, „gegen jedes normale menschliche Gebaren“, kommentierte er die Tatsache, dass die jungen Leute verfassungsfeindliche Parolen gerufen, Passanten angepöbelt und den Platz erheblich verschmutzt hatten.

Youtuber hatten zu vermeintlichem Fantreffen aufgerufen

Dabei waren 54 Personen identifiziert und des Platzes verwiesen worden. Die Auflösung des vermeintlichen Fantreffens, zu dem zwei sogenannte Youtuber aus Berlin und Weimar aufgerufen hatten, sei Aufgabe der Polizei gewesen, die diese auch erfüllt haben, blickte Kirsten auf das Geschehen zurück. Sache der Stadt sei es nun, unter anderem zu klären, wie das als Flashmob (spontane Aktion) titulierte Treffen „ins Versammlungsrecht passt“.

Aufruf zur Teilnahme inzwischen gelöscht

Schwierigkeiten bei der Recherche bereite, dass der Aufruf zur Teilnahme, die der Berliner Beteiligte ins Netz gestellt habe, inzwischen gelöscht worden sei. Kirsten geht aber davon aus, dass weder er noch seine eigentlichen Fans, die in Weimar dabei gewesen sind, dem rechten Spektrum zuzuordnen seien. Verwundert zeigte es sich darüber, dass junge Menschen Hunderte Kilometer reisen, um bei solchen Treffen dabei zu sein. „Es gibt halt Gruppen, die sich komatös besaufen. Es ist schon eine sehr merkwürdige Zeit“, sagte der Bürgermeister.

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