Leiche in Erfurt gefunden - Obdachloser ist möglicherweise erfroren

Erfurt  In den alten Bahnhallen westlich des Erfurter Hauptbahnhofes hat ein Obdachloser möglicherweise einen Kältetod erlitten. Wie die Polizei bestätigt, wurde der Mann am Vormittag von zwei weiteren Obdachlosen leblos in seinem Schlafquartier entdeckt.

In der Erfurter Innenstadt ist am Donnerstag ein Obdachloser tot aufgefunden worden. Andere Obdachlose hätten den 44-Jährigen am Mittag in einem leerstehenden Gebäude in Bahnhofsnähe entdeckt, teilte die Polizei mit.

In der Erfurter Innenstadt ist am Donnerstag ein Obdachloser tot aufgefunden worden. Andere Obdachlose hätten den 44-Jährigen am Mittag in einem leerstehenden Gebäude in Bahnhofsnähe entdeckt, teilte die Polizei mit.

Foto: Matthias Gränzdörfer

Die beiden Männer informierten gegen 11 Uhr die Bundespolizei. Bei dem Toten handelt es sich offenbar um einen 44-jährigen Obdachlosen slowakischer Herkunft, der seit mehreren Jahren in Erfurt lebt. Der Todeszeitpunkt steht noch nicht fest. Dem äußerlichen Anschein nach ist der Mann aber in den vergangenen Tagen verstorben.

Ebenfalls dem äußeren Anschein nach schließt die Polizei ein Fremdeinwirken aus. Die genaue Todesursache soll eine Obduktion ergeben. Es wird nicht ausgeschlossen, dass es sich um einen Kältetod handelt.

Die alten Bahnhallen stehen seit Jahren leer und dienen Obdachlosen als Schlafplatz. Das Grundstück gehört inzwischen der Landesentwicklungsgesellschaft und soll zur „ICE-City West“ entwickelt werden. Das Gelände ist abgesperrt. Obdachlose finden aber immer wieder einen Weg in die Hallen. Die Polizei stellte bei ihrem Einsatz mehrere weitere Schlafplätze von Obdachlosen fest.

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