Massenkarambolage mit über 50 Autos und 32 Verletzten – Klinik stockt Personal auf

Meiningen  Ein Hagelschauer hat am Sonntag auf der A71 eine Unfall-Serie mit mehr als 50 Autos ausgelöst. Drei Rettungshubschrauber waren im Einsatz, das Zentralklinikum Suhl setzt zusätzliches Personal ein. Am Abend konnte die Autobahn wieder freigegeben werden.

Nach einem plötzlichen Hagelschauer mit Glatteisbildung kam es auf der A 71 zwischen Suhl und Meiningen zu einem Massencrash.

Foto: Sascha Fromm

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Mehr als 30 Menschen sind bei einer Massenkarambolage nach einem Hagelschauer und plötzlicher Glätte auf der Autobahn 71 in Thüringen zwischen Suhl und Meiningen-Nord verletzt worden, sechs davon schwer. Lebensgefährlich verletzt worden sei aber niemand, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei. Der Katastrophen-Alarm wurde ausgelöst. Augenzeugen berichten von einer Hagelfront und einer spiegelglatten Fahrbahn.

Autobahn bis auf Weiteres in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt

Die Sperrung betrifft den Bereich der Autobahn 71 zwischen Meiningen Nord und dem Dreieck Suhl. Beide Fahrtrichtungen mussten gegen 12.30 Uhr voll gesperrt werden, als ein plötzlicher Hagelschauer die Fahrbahn vereiste.

In Richtung Schweinfurt sollen nach Angaben der Polizei 50 Autos in Unfälle verwickelt worden sein, auf der Gegenrichtung mindestens fünf. Unter anderem kam es zu Auffahrunfällen oder aber Fahrzeuge gerieten ins Rutschen und kollidierten mit der Leitplanke. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf rund 600.000 Euro. Die Autobahn konnte nach einer stundenlangen Vollsperrung am Sonntagabend gegen 20 Uhr wieder freigegeben werden.

32 Verletzte, darunter auch Kinder

Manche der Wagen fuhren bei dem Massenunfall aufeinander auf, andere seien wegen der Glätte ins Schleudern gekommen und gegen die Leitplanke oder gegen Böschungen geprallt.

Nach Informationen des MDR wurden 18 Verletzte ins Zentralklinikum Suhl gebracht, darunter sieben Kinder. Das Krankenhaus hat rund 100 zusätzliche Mitarbeiter im Einsatz.

Drei Rettungshubschrauber im Einsatz

Drei Rettungshubschrauber waren neben Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften im Einsatz. Mehrere Menschen wurden in ihren Autos eingeklemmt und mussten von Rettungskräften befreit werden. Ein Polizeihubschrauber ist zudem im Einsatz, um das Ausmaß der Unfälle zu erfassen.

Die Unfallstelle erstreckte sich nach Polizeiangaben über mehrere Hundert Meter auf beiden Fahrstreifen und war voller Trümmer und Autoteile. Die Leitplanke wurde abgebaut, damit die Einsatzkräfte besser an die verunglückten Autos kommen konnten.

Katastrophen-Alarm ausgelöst

Die verantwortliche Rettungsleitstelle löste nach der Massenkarambolage Katastrophenalarm aus. An der Unfallstelle wurde zwischenzeitlich ein Zelt aufgebaut, in das die Verletzten gebracht wurden, um schnell versorgt werden zu können. Von dort wurden sie in verschiedene Krankenhäuser gebracht.

Die Umleitung führte über Suhl und Meiningen. Ortskundige Fahrer wurden von der Polizei gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.

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