Massenschlägerei mit Syrern: Drei Verletzte in Sondershausen

Sondershausen. Sechs Bewohner der Flüchtlingsunterkunft prügelten sich aus ungeklärtem Grund in Sondershausen mit Einheimischen, darunter einer Frau.

Vor dem Portal zum Supermarkt kam es am Dienstagabend zu der verhängnisvollen Auseinandersetzung, bei der drei Menschen verletzt wurden. Foto: A. Hellmann

Vor dem Portal zum Supermarkt kam es am Dienstagabend zu der verhängnisvollen Auseinandersetzung, bei der drei Menschen verletzt wurden. Foto: A. Hellmann

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Drei Personen wurden bei einer Massenschlägerei am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr vor einem Sondershäuser Supermarkt leicht an Kopf und Oberkörper verletzt. Ein Verletzter musste im Krankenhaus behandelt werden, wie gestern von Fränze Töpfer, der Sprecherin der Polizeidirektion Nordhausen zu erfahren war.

Sechs Syrer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren waren offenbar mit einem 36-Jährigen aus Greußen in Streit geraten. Während dieser Auseinandersetzung kam es zu Handgreiflichkeiten, bei denen ein Syrer, wie die Polizeisprecherin auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, sogar mit einem Fahrradschloss zugeschlagen haben soll. Als die Schlägerei heftiger wurde, standen zwei Sondershäuser dem Greußener bei. Der 32-jährige Mann und die 26 Jahre alte Frau sind mit dem Angegriffenen befreundet. Verletzungen trugen in der Rangelei offenbar der Greußener, sein Verteidiger und auch ein Syrer davon.

Asylbewerbern drohen nun Gerichtsverfahren

Nachdem die Polizei die Streitenden getrennt hatte, wurden die sechs Syrer vorübergehend festgenommen. Noch in der Nacht kehrten sie in die Unterkunft für Asylbewerber in Sondershausen zurück. Ihnen drohen nun Gerichtsverfahren wegen Körperverletzung.

Auf ihren Status als Asylbewerber werde der Vorfall wahrscheinlich keine Auswirkungen haben, schätzte Ulrich Thiele, der Sprecher der Kreisverwaltung, gestern auf TA-Anfrage ein. In der Regel werde das Asylrecht erst berührt, wenn Ausländer in Deutschland zu längeren Haftstrafen verurteilt würden. Davon sei in diesem Fall nicht auszugehen. Es laufen polizeiliche Ermittlungen, denen Thiele nicht vorausgreifen will.

Im Moment prüft die Ausländerbehörde vom Kreis, ob es angebracht wäre, die an der Schlägerei beteiligten Asylbewerber auf andere Unterkünfte zu verteilen. Es soll aber nicht voreilig entschieden werden, so Thiele.

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