Messerstecherei am Krämpferufer

Erfurt  22-jähriger in Erfurt lebender Iraner bei Auseinandersetzung am Sonntagmorgen schwer verletzt. Ertste Hinweise auf möglichen Täter

Bei dem Polizeieinsatz am Krämpferufer in den frühen Sonntagmorgenstunden war auch ein Polizeihund mit vor Ort.

Bei dem Polizeieinsatz am Krämpferufer in den frühen Sonntagmorgenstunden war auch ein Polizeihund mit vor Ort.

Foto: Marcus Scheidel

Ein 22-jähriger in Erfurt lebender Iraner ist am frühen Sonntagmorgen Opfer einer Messerstecherei geworden. Von einer Auseinandersetzung trug er mehrere Schnitt- und Stichwunden davon, die schwer, aber nicht lebensgefährlich sind, war von der Polizei zu erfahren.

Vom Tatort bis zu dem Ort am Krämpferufer, wo er später von Passanten entdeckt wurde, zog sich eine Blutspur.

Der junge Mann liegt im Krankenhaus, der Täter ist flüchtig.

Die Auseinandersetzung soll sich zwischen 3 und 4 Uhr zugetragen haben. An dem Streit waren möglicherweise noch zwei weitere Männer beteiligt. Hinweise, dass diese Personen ebenfalls handgreiflich wurden, gibt es derzeit nicht. Sie werden als potenzielle Zeugen gesucht.

Zu dem möglichen Täter gebe es erste Ermittlungshinweise, bestätigte am Sonntagabend die Kriminalpolizei. Sollten sie sich als wahr herausstellen, dann handelt es sich um einen nicht in Erfurt lebenden Mann, der nicht aus dem Iran, aber möglicherweise auch nicht aus Deutschland stammt.

Tatwaffe noch nicht sichergestellt

Nach dem Verdächtigen wird gesucht. Ein Tatmotiv ist bislang völlig unbekannt.

Anhand der Verletzungen muss es sich laut Polizei bei der Tatwaffe um ein Messer gehandelt haben. Sichergestellt wurde das Messer aber bisher nicht.

Der verletzte 22-Jährige konnte am Sonntag noch keine ausführlichen Angaben machen. Das soll auch an seinem vor allem durch Alkohol ausgelösten Rauschzustand gelegen haben.

Der Mann war am Sonntagmorgen von Passanten entdeckt worden, die den Rettungsdienst alarmierten. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, um das Umfeld des Tatortes abzusuchen. Dabei kam auch ein Spürhund zum Einsatz. Bis etwa 5 Uhr war der Bereich weiträumig abgesperrt worden.

Zum jetzigen Zeitpunkt bewertet die Staatsanwaltschaft die Tat als gefährliche Körperverletzung.

Zu den Kommentaren