Rangelei bei Geldausgabe an Asylbewerber in Saalfeld - Angriff auf Flüchtling in Unterwellenborn

LPI Saalfeld
Vor der Asylunterkunft in Unterwellenborn wurde ein 20-jähriger Flüchtling von zwei Unbekannten angegriffen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Vor der Asylunterkunft in Unterwellenborn wurde ein 20-jähriger Flüchtling von zwei Unbekannten angegriffen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Foto: zgt

Saalfeld  Bei der Geldauszahlung an Asylbewerber kam es am Donnerstagvormittag in Saalfeld zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Flüchtlingen.

Wie die Polizei mitteilte, soll es gegen 9.30 Uhr im Wartebereich des Landratsamtes zu einem Gedränge gekommen sein. Es entwickelte sich eine lautstarke Auseinandersetzung zwischen mindestens vier Personen aus Algerien und Eritrea, wobei sich mindestens zwei Beteiligte gegenseitig gestoßen haben sollen. Eine 53-jährige Frau aus Algerien stürzte und erlitt dabei leichte Verletzungen am Bein. Zeugen sagten aus, dass die verletzte Frau bei der Geldausgabe versucht hätte, sich mit Familienangehörigen vorzudrängeln. Die Polizei konnte die Lage vor Ort beruhigen und erhob die Personalien von insgesamt acht Personen. Jetzt wird wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt.

Auseinandersetzung vor Flüchtlingsunterkunft

Unterwellenborn. Zeugen sucht die Kripo Saalfeld auch zu einer Auseinandersetzung, die sich in der Nacht zu Freitag vor einer Flüchtlingsunterkunft in Unterwellenborn zugetragen haben soll. Gegen 0.50 Uhr sollen zwei noch unbekannte Männer einen 20-jährigen Asylbewerber unweit der Unterkunft in der Thälmann-Straße auf Englisch angesprochen haben. Schließlich soll er mit Stühlen angegriffen und mit einem Teeglas beworfen worden sein. Der junge Mann flüchtete schließlich zu Fuß in die Unterkunft. Er erlitt leichte Verletzungen. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und sucht Zeugen. Bei den Tätern soll es sich um zwei noch unbekannte Männer gehandelt haben, wobei einer eine gelbe Hose und Bart trug. Der andere trug ein blaues T-Shirt und besaß ein Tattoo am Hals. Beide sollen im Anschluss mit einem dunklen Pkw geflüchtet sein.

Mehr Polizeinachrichten lesen Sie hier