Razzia nach Überfall auf Jugendzentrum in Erfurt

Erfurt  Erfurt. Der Staatsschutz ermittelt gegen neun Verdächtige aus der rechtsextremen und Hooligan-Szene, die am Himmelfahrtstag das Jugendzentrum in Erfurt überfallen haben.

Der Staatsschutz ermittelt gegen neun Verdächtige aus der rechtsextremen und Hooligan-Szene. Symbol-Foto: Sascha Fromm

Der Staatsschutz ermittelt gegen neun Verdächtige aus der rechtsextremen und Hooligan-Szene. Symbol-Foto: Sascha Fromm

Foto: zgt

Mit Durchsuchungen in Thüringen und Niedersachsen hat die Staatsschutzabteilung beim Landeskriminalamt (LKA) gestern ihre Ermittlungen zu einem Überfall auf das Autonome Jugendzentrum in Erfurt fortgesetzt. Ins Visier der Fahnder sind neun Verdächtige im Alter zwischen 24 und 32 Jahren geraten, teilte das LKA mit.

In Erfurt, im Kreis Saalfeld-Rudolstadt sowie in Hannover rückten gestern Beamte der Bereitschaftspolizei und aus dem LKA zur Razzia an. Die Verdächtigen sollen bereits in der Vergangenheit der Polizei aufgefallen sein, auch mit politisch motivierten Straftaten aus der rechtsextremen Szene und dem Hooligan-Milieu.

Ermittelt wird gegen die Verdächtigen laut LKA unter anderem wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, der gefährlichen Körperverletzung sowie wegen Sachbeschädigung und des Verwendens von Symbolen verbotener Organisationen.

Am Himmelfahrtstag war das autonome Jugendzentrum in Erfurt offenbar von der Gruppe Verdächtiger gestürmt worden. Laut Polizei erlitten dabei vier Personen, die sich im Innenhof der Einrichtung aufgehalten haben, Verletzungen. Die Angreifer sollen mit Flaschen und Steinen geworfen, Reizgas versprüht, aber auch auf die Anwesenden eingeschlagen haben.

Laut Polizeimeldung zum Himmelfahrtstag erlitten zwei der Opfer Augenreizungen, ein dritter Mann eine Kopfverletzung und das vierte Opfer eine leichte Schnittwunde.

Die Erfurter Polizei, die nach dem Notruf sofort mit mehreren Fahrzeugen angerückt war, konnte damals kurz nach der Tat mehrere Verdächtige im Umfeld des Jugendzentrums stellen und ihre Personalien aufnehmen.

Bei der gestrigen Razzia stellten die Ermittler unter anderem Speichermedien und Bekleidung sicher. Kriminaltechniker sollen nun prüfen, ob die gefundene Kleidung während der Tat getragen wurde.

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