Rechtsradikale zeigen Hitlergruß in Buchenwald

Weimar. Am Freitagmittag hielt sich laut Polizeiangaben ein Gruppe von Männern zwischen 28 Jahren 44 Jahren in der Gedenkstätte Buchenwald auf, die rechtsradikale Parolen riefen. Zwei von ihnen zeigten den Hitlergruß.

An der Gedenkstätte Buchenwald kam es am Freitag zu einem rechtsextremen Vorfall. Archivfoto: Sascha Fromm

An der Gedenkstätte Buchenwald kam es am Freitag zu einem rechtsextremen Vorfall. Archivfoto: Sascha Fromm

Foto: zgt

Zwischen 13.00 und 13.30 Uhr griff die Polizei sieben Männer auf dem Parkplatz der Gedenkstätte auf. Die Männer wurden festgenommen, zur Vernehmung in die Kriminalpolizei-Inspektion nach Weimar gebracht und anschließend wieder entlassen.

Wie Zeugen gegenüber der Polizei berichteten, hätten die Männer Alkohol getrunken, sich einer Gedenkstätte unangemessen verhalten und sich weiterhin vor einer Tafel mit dem Plan des Lagers aufgestellt und fotografiert. Dabei hätten zwei Personen den Hitlergruß gezeigt.

Die Gruppe war zuvor gemeinsam mit einem weißen Kleinbus angereist.

Die Personen sind im Alter von 28 und 44 Jahren und in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wohnhaft. Fünf von ihnen sind bereits wegen rechtsmotivierter Straftaten, unter anderen wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, in Erscheinung getreten.

Strafrechtlich wird gegen die Personen nunmehr wegen Verdachts der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und der Störung der Totenruhe ermittelt.

Im Zusammenhang mit der Straftat werden durch die Polizei weitere Zeugen gesucht (Tel. 03643/8820).

Im früheren Konzentrationslager Buchenwald war am Freitag an den evangelischen Pfarrer Paul Schneider erinnert worden, der dort vor 75 Jahren von den Nazis ermordet wurde.

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