SEK-Einsatz in Erfurt: 30-Jähriger mit Schusswaffe vorläufig festgenommen

Erfurt  Ein 30-Jähriger soll in Erfurt eine Gruppe mit einer Schusswaffe bedroht haben. Er verschanzte sich mehrere Stunden in seiner Wohnung.

Polizeieinsatz am Sonntagmorgen kurz vor 5 Uhr in Erfurt: In der Carl-Zeiß-Straße hat ein Mann andere Personen mit einem waffenähnlichen Gegenstand bedroht.

Polizeieinsatz am Sonntagmorgen kurz vor 5 Uhr in Erfurt: In der Carl-Zeiß-Straße hat ein Mann andere Personen mit einem waffenähnlichen Gegenstand bedroht.

Foto: Marcus Scheidel

Ein 30 Jahre alter Mann ist in Erfurt vorläufig festgenommen worden, nachdem er drei Menschen mit einer Waffe bedroht haben soll. Diese – zwei Männer und eine Frau – riefen die Polizei, weil sie Angst hatten, dass der Mann nach dem Vorfall auf der Straße von seinem Balkon schießt.

Nach Polizeiangaben hatte der Mann nicht auf das Erscheinen der Beamten und Gesprächsangebote reagiert, sondern sich in seiner Wohnung verschanzt. Dort stellte ihn ein Spezialeinsatzkommando der Polizei und nahm ihn fest. Er sei unverletzt geblieben.

Bei den Bedrohten handelte es sich um Ausländer, von einem ausländerfeindlichen Motiv geht die Polizei nach Angaben eines Sprechers derzeit aber nicht aus.

Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Einsatzkräfte eine Schreckschusspistole und eine CO2-Waffe, für die der 30-Jährige einen sogenannten kleinen Waffenschein besitze. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte er in seiner Wohnung bleiben.

Gegen den bereits polizeibekannten Mann wird unter anderem wegen Bedrohung, Verstoßes gegen das Waffengesetz und gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

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