Staatsschutz ermittelt wegen Nazi-Parolen in Eisenach

Eisenach  Plakatierung mit rechten Inhalten in zwei Fällen. Zeuge sah Vermummte

In zwei zurückliegenden Nächten wurde Nazi-Propaganda an Hauswände geklebt und in einer Bahnunterführung aufgehängt. Foto: TA

In zwei zurückliegenden Nächten wurde Nazi-Propaganda an Hauswände geklebt und in einer Bahnunterführung aufgehängt. Foto: TA

Foto: zgt

Der Staatsschutz der Kriminalpolizeistation ermittelt in mehreren Fällen von Volksverhetzung gegen Unbekannt.

Wie Polizeisprecherin Susanne Schmidt auf Anfrage am Montag mitteilte, haben Unbekannte in der Nacht zu Sonntag an die Bahnunterführung an der Kreuzung Rennbahn / Hospitalstraße ein weißes Bettlaken mit einer englischen Aufschrift, die übersetzt so viel bedeutet wie „Hitler hatte recht“, aufgehängt. Zudem kam es eine Nacht später zu einem weiteren Vorfall. Gegen 1.15 Uhr meldete sich in der Nacht zu Montag ein Zeuge bei der Polizei, weil er mehrere vermummte Menschen in der Georgenstraße beobachtet habe, die dort mit einem Eimer umherliefen.

Bei der Überprüfung durch die Polizei wurden mehrere Plakate in der Georgen- und Alexanderstraße mit der Aufschrift „NS Area“ an den Fassaden von größtenteils verlassenen Häusern entdeckt. Die Polizei stellte zudem im Umfeld einen jungen Mann, gegen den ein Anfangsverdacht vorliege, wie der Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Matthias Kehr gestern sagte.

Die Prüfungen, ob der Festgehaltene beteiligt an der Klebeaktion war, laufen, hieß es weiter. Die Ermittler prüfen zudem, ob zwischen den Taten von Sonntag und Montag ein Zusammenhang vorliegt, erklärte Kehr. Derzeit könne dies nicht ausgeschlossen werden.

Parteibüros seien diesmal jedoch nicht betroffen. Vor einigen Monaten hatte es mehrere Vorfälle im Stadtgebiet gegeben.

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