Stromausfall: 2300 Eichsfelder saßen anderthalb Stunden im Dunklen

Heyerode  Am Samstagabend kam es aufgrund des Sturmes „Dragi“ in Heyerode (Eichsfeld) zu einem gut anderthalb Stunden andauerenden Stromausfall. Auch Internet und Mobilfunk fielen kurz darauf aus.

Gut anderthalb Stunden dauerte der Stromausfall am gestrigen Samstagabend in Heyerode. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Gut anderthalb Stunden dauerte der Stromausfall am gestrigen Samstagabend in Heyerode. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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Heller erleuchtet als sonst üblich war am Samstagabend der Platz vor dem Feuerwehrdepot in Heyerode. Die Einsatzfahrzeuge standen draußen startklar bereit, während ein laufendes Notstromaggregat den Ernst der Situation deutlich machte. Ansonsten war es im gesamten Ort stockdunkel. Kurz vor 19 Uhr war nämlich durch das Wüten des Sturms „Dragi“ die Stromversorgung zusammengebrochen. Knapp eineinhalb Stunden saßen die etwa 2300 Einwohner im Dunkeln.

Weil zunächst die Festnetz-Telefone und einige Zeit später auch Mobilfunknetze und Internetzugänge lahmgelegt waren, schien das Dorf gänzlich von der Außenwelt abgeschnitten. „Damit das nicht passiert, haben wir sofort das Feuerwehrgerätehaus besetzt“, sagte Südeichsfeld-Bürgermeister Andreas Henning. Von dort aus war man mit der Kreisleitstelle für medizinische Notfälle oder mögliche weitere Einsätze der Feuerwehr verbunden. „Noch bevor die Alarmierung kam, waren auch schon die ersten Jungs hier im Depot“, lobte Einsatzleiter Christian Henning die Moral der Einsatztruppe. Mit den knapp 20 Einsatzkräften war auch der Bürgermeister die gesamte Zeit vor Ort, um insbesondere Kontakt zu den anderen sieben Ortschaften der Landgemeinde Südeichsfeld zu halten.

Wegen des Stromausfalls hatte auch die Wendehäuser Feuerwehr ihr Depot besetzt. Hildebrandshausen und Diedorf waren nur kurzfristig betroffen. Am Sonntag fiel gegen 3 Uhr in Heyerode die Stromversorgung dann nochmals für etwa eine Stunde aus, so dass sich das Prozedere für die Einsatzkräfte der Feuerwehr wiederholte.

„Bei Stromausfall halten wir in der Landgemeinde grundsätzlich die Feuerwehrdepots besetzt“, betonte Henning. Den längsten derartigen Notfall hatte es am 18. Januar 2018 gegeben, als das Orkantief „Friederike“ allein in Heyerode für siebeneinhalb Stunden Stromausfall gesorgt hatte.

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