Tunnelübung auf A71 bei Suhl erfolgreich beendet

Suhl  Kunstblut, kaputte Autos, ein liegengebliebener Lastwagen: Bei einer Notfallübung in Suhl probten etwa 600 Einsatzkräfte am Samstag den Ernstfall. Seit 19 Uhr ist der Tunnel „Berg Bock“ wieder befahrbar.

Die Einsatzkräfte musste rund 30 verletzte darunter zahlreiche Schwerstverletzte bergen. Für das Übungsszenario trainierten neben den Feuerwehren auch die Rettungsdienste von DRK, ASB mit.   

Foto: Kai Mudra

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Rund 600 Einsatzkräfte und Helfer haben am Samstag im Autobahntunnel „Berg Bock“ bei Suhl trainiert, wie nach einem Unfall eine Vielzahl von Verletzten gerettet werden kann. Zwischen 12 und 19 Uhr war deshalb die Autobahn 71 zwischen der Abfahrt Suhl und dem Suhler Kreuz komplett gesperrt. Trotz dieser Behinderung kam es auf den Umleitungsstrecken ab kaum zu Staus.

Gegen 14.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. In dem Autobahntunnel, in Richtung Erfurt, war ein LKW wegen eines Defekts liegen geblieben. Im nachfolgenden stau hatten sich zwei schwere Unfälle mit insgesamt etwa 30 Verletzten ereignet. Eine der Besonderheiten der Übung war, dass die dafür eigentlich zuständige Tunnelfeuerwehr nicht zum Einsatz gekommen ist.

Das Retten und Bergen der Verletzten, sowie das Beseitigen der Unfallstellen mussten die freiwilligen Feuerwehren der Umgebung übernehmen. Daher dauerte es bis zu einer halben Stunde, bis die Einsatzkräfte an einer der Unfallstellen im Tunnel angekommen waren. Die Verletzten wurden von Freiwilligen gespielt, die für ihre Auftritte perfekt geschminkt waren. Einige von ihnen stellte traumatisierte Personen dar. Die Feuerwehrleute mussten während ihres Einsatzes immer wieder darauf achten, dass sich keiner der Verletzten auf den Weg durch den Tunnel machte.

Neben dem simulierten Löschen kleinerer Brände, dem Bergen der Verletzten, von denen einigen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt waren, trainierten die Einsatzkräfte auch, das Aufnahmen und Registrieren aller Personen an Sammelstellen. Dort erfolgt auch die medizinische Erstversorgung und die Entscheidung darüber, in welche Klinik die Schwerverletzten einzuliefern sind.

In Suhl war das Zentralklinikum Teil der Übung. Das Krankenhaus nutzte die Möglichkeit, die internen Abläufe für den Fall zu überprüfen, dass nach einem Massenunfall eine Vielzahl von Verletzten aufgenommen und versorgt werden muss.

Derartige Übungen sind in regelmäßigen Abständen vorgeschrieben, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren