Überflutungen: Eichsfelder Feuerwehren kämpfen gegen Hochwasser

Eichsfeld. Die lange anhaltenden Regenfälle haben Dienstag im Eichsfeld für Probleme gesorgt. Das Wasser konnte nicht schnell genug abfließen, hohe Pegelstände von Bächen und Flüssen waren die Folge.

Wasser drückte aus Richtung Wachstedt gen Kefferhausen. Sandsäcke sollten auch dem Schlamm entgegenwirken. Foto: Eckhard Jüngel

Wasser drückte aus Richtung Wachstedt gen Kefferhausen. Sandsäcke sollten auch dem Schlamm entgegenwirken. Foto: Eckhard Jüngel

Foto: zgt

Besonders betroffen war Kefferhausen. Im Einsatz waren dort sieben Feuerwehren mit rund 40 Kameraden und das Technische Hilfswerk. Auch zwei Fahrzeuge vom Sanitätsbetreuungszug rückten an.

Laut Rettungsleitstelle standen Straßen im Dorf unter Wasser. Wie der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Dingelstädt, Arnold Metz, der vor Ort war, berichtete, liefen zudem zwei Keller voll und mussten ausgepumpt werden. Das Dilemma, sagten er und der Dingelstädter Feuerwehrchef Ansgar Nolte, sei das Wasser, das aus Richtung Wachstedt gen Dorf drückte. Mit Sandsäcken wurde eine Art Vorbau errichtet, der das Wasser in einen Flutgraben lenken und in die Unstrut leiten sollte.

Sandsäcke in Kefferhausen gestapelt

Die Säcke wurden vom Kreisfeuerwehrzentrum angefordert. Unterstützung gab es vom Dingelstädter Bauhof. Denn am Abend war nicht klar, wie sich die Situation entwickeln und ob Schlamm noch ein Problem werden würde. Daher wurden Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Erst einmal sollte das Wasser vor Kefferhausen abgefangen und umgeleitet werden. Auch die Energieversorgung war vor Ort, um im Ernstfall den Strom abzuschalten. Der Sanitätsbetreuungszug mit Mitgliedern des Dingelstädter Ortsvereins kümmerte sich derweil um die Versorgung der Einsatzkräfte und hatte ein Auge auf die Kameraden sowie Helfer, falls diese selbst Hilfe brauchten.

Der Einsatz von Feuerwehr und Polizei war auch im Südeichsfeld gefragt. Getroffen hatte es hier laut Leitstelle Volkerode, Pfaffschwende, Martinfeld, Mackenrode, Großtöpfer und Ershausen. Straßen und Keller seien überschwemmt worden. Gegen 18.30 Uhr habe sich die Lage langsam entspannt. Während einige Wehren noch im Einsatz waren, konnten sich andere zum Abrücken bereit machen.

Feuerwehr kämpf gegen Hochwasser im Eichsfeld

In Ershausen wurde eine kleine Holzbrücke mitgerissen. Teilweise trat die Rosoppe über die Ufer. Auch von Feldern und Hängen kam das Wasser, das auf dem gefrorenen Boden ablief. Behinderungen durch Überflutungen gab es auf der Straße Ershausen – Martinfeld. Die Feuerwehren mussten auch Treibholz aus der Rosoppe holen, das sich vor einem Wehr staute.

Gerufen wurden die freiwilligen Einsatzkräfte unter anderem auch in Helmsdorf und Dingelstädt. Am Rasenweg der Unstrutstadt stand das Wasser nur knapp 30 Zentimeter unter der Uferkante, berichtete Bürgermeister Arnold Metz. Im Bereich Hinter den Höfen musste die Wehr ein Grundstück mit Hochleistungspumpen von den Wassermassen befreien.

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