Unbekannte schänden Moschee-Baugrund in Erfurt-Marbach

Erfurt-Marbach  Moschee-Gegner haben auf dem Grundstück der Ahmadiyya-Gemeinde in Erfurt-Marbach Holzpflöcke aufgestellt, auf denen Teile von Schweinekadavern aufgespießt wurden.

Laut Angaben von Gemeinde-Sprecher Mohammad Suleman Malik, handelte es sich um neun Pflöcke, an denen neben einem Schweinekopf auch diverse andere Körperteile und Innereien befestigt wurden.

Laut Angaben von Gemeinde-Sprecher Mohammad Suleman Malik, handelte es sich um neun Pflöcke, an denen neben einem Schweinekopf auch diverse andere Körperteile und Innereien befestigt wurden.

Foto: Malik

Moschee-Gegner haben auf dem Grundstück der Ahmadiyya-Gemeinde in Erfurt-Marbach Holzpflöcke aufgestellt, auf denen Teile toter Schweine aufgespießt wurden.

Laut Angaben von Gemeinde-Sprecher Mohammad Suleman Malik, handelte es sich um neun Pflöcke, an denen neben einem Schweinekopf auch diverse andere Kadaverteile und Innereien aufgespießt wurden.

Wann genau sich die Tat zugetragen hat, kann derzeit nicht genau festgelegt werden. Bei einer Routinebegehung des Grundstücks am Montagmorgen habe Malik die bereits stark verwesten Fleischreste gefunden.

Die Polizei nahm vor Ort die Ermittlungen auf. Eine Fachfirma wurde mit der Beseitigung der Kadaver beauftragt. Die 1 -1,5 Meter hohen Holzspieße wurden zur Spurensicherung sichergestellt, so die Kriminalpolizei.

Gemeindesprecher Malik verurteilte die Tat als „tierverachtend“ und „gesellschaftlich nicht mehr akzeptabel“. „Solche Aktionen stören nicht das Bauvorhaben der Moschee, sondern das gesellschaftliche Miteinander“, sagte Malik.

Er vermutet, dass die Täter sich gezielt in den sozialen Netzwerken verabredet haben. Bereits in der Vergangenheit habe es in Diskussionsgruppen im Internet Hinweise auf die Planung einer solchen Tat gegeben.

Polizei hofft auf Hinweise von Zeugen

Die Polizei sucht Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Sachverhalt geben können. Weiterhin suchen die Beamten Hinweise zu Personen, die Schweinsköpfe erworben haben.

Die Ahmadiyya-Gemeinde hatte im April einen Bauantrag für die von ihr geplante Moschee eingereicht. Bereits im Vorfeld gab es in dem Erfurter Ortsteil Proteste und Bürgerversammlungen.

Vorgesehen ist nach Angaben der Gemeinde ein Bau mit einem acht Meter hohen Zierminarett und einer drei Meter hohen Kuppel, zwei Gebetsräumen und einer Wohnung für den Imam. Die Prüfung des Bauantrags in der Stadtverwaltung kann einige Monate dauern. Mit einem Baustart in diesem Jahr rechnet die Gemeinde nach früheren Angaben nicht.

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