Unbekannte zerstören offenbar mit Auto Bienenstöcke bei Nägelstedt

Nägelstedt  Nägelstedt (Unstrut-Hainich-Kreis). Offenbar wurden mit einem Auto elf Bienenvölker bei Nägelstedt überfahren. Die Feuerwehr musste die Bienen mit Schaum abtöten.

Die Waben der Bienen waren in Styroporkästen untergebracht. 11 der 15 Behausungen wurden völlig zerstört. Foto: Christian Niller

Die Waben der Bienen waren in Styroporkästen untergebracht. 11 der 15 Behausungen wurden völlig zerstört. Foto: Christian Niller

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Elf Bienenvölker sind offenbar Opfer einer Zerstörungsfahrt auf einem Wirtschaftsweg zwischen Nägelstedt und Großvargula geworden. Am Montagabend entdeckten Mitarbeiter des Stiftsguts Nägelstedt, dass die Behausungen der Insekten am Rand eines Senffeldes von Unbekannten zerstört worden sind. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zum Geschehen machen können.

Die Feuerwehr Nägelstedt ging am Montagabend davon aus, dass die Styroporkisten, in denen die Bienenwaben lagerten, von einem Auto überfahren worden sind. Die Ursache ist unklar. Die Bienenkästen stehen jedes Jahr am Rande des Weges.

„Vier Völker sind noch intakt. Wir haben versucht, zu retten was zu retten war aber elf Bienenvölker mussten getötet werden“, berichtet Kerstin Zitschke. Sie ist Imkerin am Stiftsgut Nägelstedt. Das Senffeld und die Bienen sind Eigentum des Stiftsguts. Der sortenreine Senfhonig wird auf dem Gut verkauft. In Absprache mit der Imkerin spritzte die Feuerwehr Löschschaum auf das Trümmerfeld. Dadurch verendeten die Tiere. Der Schaden an den Völkern und den Brutnestern sei so enorm, dass die Insekten ohnehin verendet wären. Zudem seien die Tiere nach der Zerstörung aggressiv gewesen. Um Gefährdung anderer Menschen auszuschließen, hat sich die Fachfrau für das Töten entschieden.

Kerstin Zitschke hofft nun auf Aufklärung. Bereits am Samstag sei einer der Styroporkästen umgestoßen worden.

Hinweise an die Polizei in Mühlhausen unter & (03601) 4510

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