Unfälle, Sperrungen, Verletzte: Schnee und Glätte sorgen für Behinderungen in Thüringen

Glatte Straßen und Unfälle sorgen am Mittwoch für Staus und Behinderungen auf Thüringens Straßen. In Franken starb ein Mann bei einer Unfallserie. Es soll weiter schneien.

Die winterlichen Straßenverhältnisse wurden am frühen Mittwochmorgen einer Autofahrerin auf der A73 zum Verhängnis.

Die winterlichen Straßenverhältnisse wurden am frühen Mittwochmorgen einer Autofahrerin auf der A73 zum Verhängnis.

Foto: News5 / Ittig

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Schneefälle und Glätte führen am Mittwoch zu mehreren Unfällen und teils erheblichen Behinderungen auf Thüringens Autobahnen und weiteren Straßen.

Die Landeseinsatzzentrale berichtete am Morgen zunächst von vier Unfällen auf Autobahnen in Südthüringen. Zwei haben sich demnach auf der A73 ereignet. Im ersten Fall kam ein Auto in Höhe der Ausfahrt Schleusigen rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Die Fahrerin wurde verletzt. In Höhe des Dreiecks Suhl touchierte ein Pkw einen Lastwagen und blieb quer auf der Fahrbahn liegen. Verletzt wurde niemand.

Auch auf der A71 kam es zu Behinderungen. In Höhe Oberhof kam ein Auto ins Schleudern und auf dem Standstreifen zum Stehen. Des Weiteren bestätigte der Sprecher der Landeseinsatzzentrale einen Unfall im Rennsteigtunnel, konnte vorerst aber keine weiteren Angaben machen.

Die Autobahnpolizei zählte bis zum Mittag insgesamt zwölf Unfälle durch winterliche Straßenverhältnisse auf den Thüringer Autobahnen. Zwischen 6 Uhr und 9 Uhr waren vor allem die Höhenlagen der A71 und A73 sowie der Bereich Triptis der A9 betroffen. Zum Teil seien die verunglückten Fahrzeuge mit Sommerreifen unterwegs gewesen. Bei vier Unfällen wurden Personen verletzt, so die Polizei.

Linienbus stößt mit Pkw zusammen

Zwischen Stützerbach und Manebach stießen am Mittwochmorgen ein Linienbus und ein Auto zusammen. Aus noch ungeklärter Ursache sei der Bus auf die Gegenfahrbahn gekommen und seitlich mit dem entgegenkommenden Pkw kollidiert. Der Bus kam anschließend von der Fahrbahn ab und im Straßengraben zum Stehen. Beide Fahrer und die 15 Businsassen blieben unverletzt. Der Bus musste geborgen werden.

Bei Tambach-Dietharz (Landkreis Gotha) kam eine 19-Jährige gegen 6 Uhr auf der L 1028 in Richtung Schmalkalden in einer Linkskurve von der winterglatten Fahrbahn ab. Sie fuhr mit ihrem Suzuki gegen zwei Verkehrsschilder und blieb im Straßengraben stehen. Die junge Frau blieb unverletzt. Ihr Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Im Ilm-Kreis rutschte ein 59-Jähriger am Abzweig zur B88 quer über die Fahrbahn und stieß frontal gegen eine gegenüberliegende Leitplanke, als er nach rechts in Richtung Gehren abbiegen wollte. An seinem Fahrzeug entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von 30.000 Euro. Der Fahrer blieb unverletzt.

Gesperrte Straßen und Behinderungen (Stand 10.30 Uhr):

  • A9 zwischen Triptis und Dittersdorf - Behinderungen nach Unfall, Sperrung aufgehoben
  • A71 zwischen Oberhof und Gräfenroda - Behinderungen im Rennsteigtunnel nach Unfall, Sperrung aufgehoben
  • A73 zwischen Dreeick Suhl und Suhl Zentrum - Behinderungen durch querstehende Lkw
  • L3247 zwischen Zella-Mehlis und Luisenthal wegen Schneeglätte in beiden Richtungen für Lkw gesperrt
  • L3002 am Ortsausgang Braunsdorf Richtung Auma - Behinderungen durch liegengebliebenen Lkw

Fünf Verletzte nach schwerem Unfall auf der A4

Toter nach Unfallserie auf A6 in Franken

Aufgrund der plötzlich eintretenden winterlichen Straßenverhältnisse kam es am frühen Mittwochvormittag auf der A6 zwischen Alfeld und Altdorf im Nürnberger Land zu einer Unfallserie mit mehreren Fahrzeugen. Laut der Polizei sollen mindestens 20 Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt sein, darunter mehrere Lastwagen. Die A6 gleicht einem Trümmerfeld und die Lage ist unübersichtlich. Fahrzeuge stehen kreuz und quer auf der Fahrbahn, ein Lastwagen liegt im Graben und Trümmerteile liegen auf der Fahrbahn verteilt.

Laut Polizei kam für eine Person jede Hilfe zu spät, sie starb noch an der Unfallstelle. 20 Personen sollen verletzt sein, eine von ihnen schwer. Die Autobahn in Richtung Nürnberg musste für den Verkehr komplett gesperrt werden. Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort.

Etwas Schnee in Mitteldeutschland

Für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sagte der Deutsche Wetterdienst für die kommenden Tage Schneefälle voraus. Wie ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig erklärte, dürfte der Wintereinbruch jedoch eher moderat ausfallen. Erst ab einer Höhe von 400 Metern soll die weiße Pracht liegen bleiben. Unterhalb dieser Grenze werde es wohl nur Schneeregen geben, hieß es. Hinzu kommen Windböen aus westlicher Richtung, in Hochlagen sei auch Sturm möglich.

In der Nacht zu Freitag könnte zudem ein weiteres Niederschlagsgebiet über die drei Bundesländer hinwegziehen. Die Temperaturen sollen dabei in Richtung Gefrierpunkt sinken, am Morgen kann es also zu Glätte kommen.

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