Wanderer aus Thüringen wird in den Alpen vermisst

Leinefelde (Eichsfeld). Ein 56-Jähriger aus Leinefelde kam von einer Alpen-Bergtour nicht zurück. Die Retter vor Ort brachen ihre Suche ergebnislos nach zwei Tagen ab.

Idyllisch liegt der Ort Feichten im Kaunertal in Tirol (Österreich). Hier verbrachte ein Leinefelder seinen Weihnachtsurlaub. Seit einer Woche wird er vermisst. Foto: Archiv

Idyllisch liegt der Ort Feichten im Kaunertal in Tirol (Österreich). Hier verbrachte ein Leinefelder seinen Weihnachtsurlaub. Seit einer Woche wird er vermisst. Foto: Archiv

Foto: zgt

Voller Sorge blickten mehrere Eichsfelder Familien aus Breitenbach, Hundeshagen, Teistungen und Bischofferode an den Weihnachtsfeiertagen nach Österreich. Denn seit Montag wird im Kaunertal ein 56-jähriger Leinefelder vermisst, der aus Breitenbach stammt und in den genannten Orten Angehörige hat.

Wie der ORF berichtete, sei der Eichsfelder bereits am Sonntag, dem 21. Dezember, an seinem Urlaubsort in den Alpen zu einer Bergtour aufgebrochen. Von dort kam er nicht zurück. Einen Tag später startete eine große Suchaktion. Am Mittwoch (Heiligabend) zur Mittagszeit wurde diese jedoch ergebnislos abgebrochen.

Der Vermisste war alleine ins Kaunertal gereist. Und er soll auch ohne Begleiter zu der Bergtour aufgebrochen sein, berichtete der ORF.

Das Kaunertal liegt in den Ötztaler Alpen in Tirol. Bekannt ist es bei Bergtouristen vor allem, weil das Tal am zweitgrößten Gletscher Österreichs – dem "Gepatschferner" – endet.

Als der Eichsfelder am Montagvormittag immer noch nicht in seine Unterkunft in Feichten zurückgekehrt war, soll der Hotelbesitzer eine Vermisstenanzeige erstattet haben. Die Bergrettung, die Alpinpolizei und ein Polizeihubschrauber beteiligten sich an der Suche nach dem Thüringer. Die Trupps hatten allerdings keine Hinweise, wo genau sie nach dem spurlos verschwundenen Mann suchen sollten. Es war ihnen nicht bekannt, welche Route der 56-Jährige bei seiner Bergtour gewählt hatte. Er könnte am Kaunergrat im Osten oder am Glockturmkamm im Westen des Tales verunglückt sein. Auch im hochalpinen Gelände bis an den Rand des Weißseeferners gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Bergwandern und -klettern.

Der Eichsfelder soll zudem sein Mobiltelefon in der Unterkunft zurückgelassen haben, berichtete der ORF. Da der Leinefelder mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist war, gibt es auch kein geparktes Auto, das oft in anderen vergleichbaren Fällen für die Suchtrupps wenigstens ein Anhaltspunkt war.

Noch besteht Hoffnung, den Eichsfelder lebend zu finden. Vor zwei Jahren konnte in den österreichischen Alpen ein 70-jähriger deutscher Bergsteiger gerettet werden, der eine Woche lang in einer 20 Meter tiefen Gletscherspalte überlebte. Er war zwar unterkühlt und erschöpft, aber nur leicht verletzt.

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