Wurst mit Nägeln, Schrauben und Reißzwecken: Feige Attacke auf Hunde in Apolda

Landkreis  In Apolda wurden präparierte Wurststückchen mit Nägeln, Schrauben, Stahlstiften und Reißzwecken gefunden.

Die spitzen Metallteile waren tief in die Wurst gedrückt.

Die spitzen Metallteile waren tief in die Wurst gedrückt.

Foto: Veterinäramt

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Hundebesitzer aufgepasst! In der Apoldaer Parkstraße wurden am Dienstagmorgen 7.30 Uhr präparierte Wurststückchen mit Nägeln, Schrauben, Stahlstiften und Reißzwecken gefunden. Entdeckt hatte diese eine Apoldaerin, die gemeinsam mit vier weiteren Hundebesitzern auf ihrer üblichen Morgenrunde durch das Viertel unterwegs war. Die fünf dicken Knackwurstscheiben lagen im Bereich Parkstraße 25-27. Gerade noch rechtzeitig konnte eine Hundebesitzerin ihr Tier daran hindern einen der Köder zu fressen, hatte er diesen doch bereits aufgenommen und im Maul.

Die Frau sicherte daraufhin die Köder und meldete den Vorfall der Polizei Apolda. Diese geht nun dem Sachverhalt nach und sucht nach möglichen Zeugen, die an besagter Stelle etwas ungewöhnliches beobachtet haben.

Auch das zuständige Veterinäramt in der Kreisverwaltung wurde eingeschaltet und arbeitet Hand in Hand mit der Polizei, um den oder die Täter zu finden.

Was passieren kann, wenn Hunde mit spitzen Metallgegenständen gespickten Köder fressen erklärt Amtstierarzt Dr. Stefan Kleinhans: „Wenn die Hunde einmal die Köder gefressen haben, dann durchbohren die Fremdkörper die Darmwand und der Darminhalt gelangt in die Bauchhöhle. Je nach der Schwere der Verletzung gibt es in den meisten Fällen dann keine Rettung mehr für das Tier.“

Deshalb sollten Hundebesitzer besondere Vorsicht walten lassen und ihre Tiere im öffentlichen Raum ständig unter Beobachtung halten und sie daran hindern etwas aufzunehmen. Wegen des aktuellen Falles weist nun das Landesamt für Verbraucherschutz darauf hin, dass auch Kleinkinder unter Umständen auf die Wurststückchen reinfallen und damit ebenso gefährdet sein könnten.

Die gefunden Köder aus der Parkstraße haben am Dienstag noch den Weg ins Landeslabor genommen, wo sie nun genauer auf Spuren untersucht werden.

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Hinweise können an die Polizeiispektion Apolda gerichtet werden: Tel.: (03644) 5410

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