Zwei Täter nach fremdenfeindlichen Vorfällen in Thüringen identifiziert

Erfurt  Gleich zwei mutmaßlich rassistische Vorfälle in Zügen beschäftigten am Wochenende die Bundespolizei. Unter anderem wurde dabei eine junge Frau auf der Fahrt nach Erfurt bedroht.

Symbolbild Symbolbild: Holger Hollemann/dpa

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Foto: zgt

Am Sonntag meldete sich eine 22-jährige Frau bei der Bundespolizei in Erfurt, um Anzeige zu erstatten. Die aus Kamerun stammende Frau sei während der Zugfahrt von Neudietendorf nach Erfurt von einem Mann bedroht worden. Laut Angaben der Bundespolizei habe der Mann mit seinen Händen angedeutet, der Frau die Kehle durchzutrennen.

Während der Anzeigeaufnahme gab die Frau eine Personenbeschreibung ab. Daraufhin stellten die Bundespolizisten den 34-Jährigen in der unmittelbaren Umgebung des Erfurter Hauptbahnhofes. Er muss sich nun wegen Bedrohung verantworten.

Ausländerfeindliche Parolen gegen zwei Bahnreisende

Am Samstag bestieg ein 29-Jähriger in den Abendstunden eine Regionalbahn am Bahnhof Fröttstädt und setzte sich in die Nähe von zwei ausländischen Staatsangehörigen. Kurz darauf kam es zu ersten Pöbeleien, teilte die Bundespolizei mit. Ein Pärchen beobachtete das Geschehen und bat die beiden Reisenden zu sich.

Nach weiteren ausländerfeindlichen Äußerungen informierte ein Reisender den Triebwagenführer, der daraufhin über seine Notfallleitstelle die Bundespolizei benachrichtigte.

Als der 29 Jährige den Zug am Haltepunkt Hörselgau verließ, fertigte der Triebwagenfahrer ein Foto des Unbekannten an und übermittelte es der Bundespolizei. Diese konnte den Täter identifizieren. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

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