Bürgermeister besiegeln Stadt „Werra-Suhl-Tal“

Berka/Werra  Festakt im Standesamt zum Verbund von Berka, Dippach, Dankmarshausen und Großensee

Sie sind sich einig und setzten mit Freude ihre Unterschrift unter den 'Vertrag über den Gemeindezusammenschluss, Hagen Bause (von links), Manfred Stein, Harald Gebhardt und Rene Weisheit

Sie sind sich einig und setzten mit Freude ihre Unterschrift unter den 'Vertrag über den Gemeindezusammenschluss, Hagen Bause (von links), Manfred Stein, Harald Gebhardt und Rene Weisheit

Foto: Rüdiger Schwanz

Festtagsstimmung herrschte am Dienstagabend im Berkaer Rathaus. Grund war Unterzeichnung des Vertrages zum Zusammenschluss von Berka/Werra, Dippach, Dankmarshausen und Großensee im Standesamt der Stadt. Nicht nur die Gemeinde- und Stadträte füllten das Standesamt vollständig aus, auch Landrat Reinhard Krebs (CDU) und der Leiter der Kommunalaufsicht Steffen Liebendörfer wohnten dem feierlichen Akt bei.

Berkas Bürgermeister René Weisheit (freie Wähler) lobte vor derVertragsunterzeichnung vor allem den Leiter der Kommunalaufsicht, der in den letzten Wochen das Ansinnen der Gemeinden mit viel Engagement unterstützt habe.

Unterstützung von vielen Seiten zugesagt

Die Entwicklung der Region in den vergangenen 20 Jahren habe nicht nur die Steuerkraft der Gemeinden erhöht, sondern auch viele andere Möglichkeiten befördert, die nun beste Voraussetzungen für die neue Stadt „Werra-Suhl-Tal“ böten, betonte der Bürgermeister.

Da sich in den letzten Jahren keine Regierung für die Entwicklung des ländlichen Raumes besonders hervorgetan habe, die aktuelle Regierung zudem die Gebietsreform als oberste Agenda auf dem Plan hatte, seien sich die Gemeinden in ihren fast zweijährigen Gesprächen einig geworden. Nun wünscht sich René Weisheit, dass die Abgeordneten der Gemeinden weiter mit ruhiger und weiser Hand die begonnene Zusammenarbeit weiterführen mögen.

Reinhard Krebs lobte die Gemeinde- und Stadträte ebenso und hob hervor, dass die Entscheidung vor allem in Freiwilligkeit getroffen worden sei. Wie der Bürgermeister hofft auch er, dass in Zukunft der kommunale Finanzausgleich eine Veränderung erfährt. Weiterhin wird das ehrenamtliche Engagement in den Orten gefragt sein, alle sollten in der neuen Stadt gleichberechtigt sein und sich so fühlen, wünschte sich der Landrat. „Sie haben alle Möglichkeiten der Welt, etwas aus der neuen Situation zu machen und der Kreis sagt Ihnen auch in Zukunft jegliche Unterstützung zu“, so Krebs weiter.

Steffen Liebendörfer brachte den Zusammenschluss gar mit der Karwoche und dem Osterspaziergang in Verbindung. Er lobte zudem seinen Dienstherrn, der ihm des Öfteren Gelegenheit gebe, die Kommunen und ihre Probleme vor Ort kennenzulernen. Der mutigen Entscheidung der Abgeordneten sagte er seine Unterstützung zu.

Und dann nahmen sie nacheinander Platz auf dem Stuhl des Standesbeamten – die Bürgermeister Hagen Bause (parteilos) aus Großensee, Manfred Stein (CDU) aus Dankmarshausen, Harald Gebhardt (Linke/offene Liste) aus Dippach und zuletzt René Weisheit. Sie alle setzten ihre Unterschrift unter das geschichtsträchtige Dokument, nachdem zuvor die Gemeinde- und Stadträte in ihren Beschlüssen in den Orten dem Zusammenschluss zugestimmt hatten.

Freilich sei zuletzt auch die Hochzeitsprämie mal ein Thema gewesen, sagte Hagen Bause. Doch weit vorher sei allen deutlich geworden, dass nur gemeinsam mit den begrenzten Mitteln ein vernünftiges Wirtschaften im Interesse aller möglich sei. Und Harald Gebhardt war die Freude über das künftige Miteinander schon vor der Unterschriftsleistung förmlich anzumerken. Freilich wurde nach der Unterzeichnung im Flur des Standesamtes noch mit einem Gläschen angestoßen.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.