ADAC warnt vor Handy und Pokémon-Go am Steuer

Frankfurt/Main  Gerade in Zeiten des neuen Handy-Spiels „Pokémon-Go“: Die Ablenkung am Steuer durch die Benutzung von Smartphone und Co hat laut ADAC eine neue Dimension erreicht.

Eine Frau sitzt im Auto am Steuer und liest Nachrichten auf ihrem Smartphone. Foto: Monika Skolimowska

Eine Frau sitzt im Auto am Steuer und liest Nachrichten auf ihrem Smartphone. Foto: Monika Skolimowska

Foto: zgt

Die Ablenkung durch Smartphone und Co spielt laut ADAC bei geschätzt jedem zehnten Verkehrsunfall eine Rolle. „Viele Autofahrer fühlen sich am Steuer so sicher, dass sie denken, parallel auch weitere Tätigkeiten ausführen zu können, wie zum Beispiel Telefonieren, SMS schreiben oder neuerdings Pokemons zu jagen“, heißt es in einer Pressemitteilung des ADAC. Und weiter: „Doch wer bei Tempo 100 auf der Landstraße unterwegs ist und nur eine Sekunde nicht aufpasst, legt ca. 27 Meter im Blindflug zurück. Und ein Fahrer, der bei Tempo 50 nur fünf Sekunden auf sein Handy starrt, anstatt auf den Verkehr zu achten, ist sogar 70 Meter im Blindflug unterwegs.“

Der ADAC weist zudem darauf hin, dass es nicht nur in Deutschland, sondern nahezu in ganz Europa verboten ist, während der Fahrt das Handy zu gebrauchen. Wer dagegen verstößt, muss mit einem saftigen Bußgeld rechnen. In Deutschland fallen 60 Euro und ein Punkt an, in Dänemark, Spanien und den Niederlande sogar über 200 Euro. Alternativ können Autofahrer mit einer Freisprecheinrichtung telefonieren.

Auf das Telefonieren im Ausland sollte laut ADAC grundsätzlich verzichtet werden. Die Straßenverkehrsführung und die Beschilderung unterscheiden sich oft stark von der in Deutschland. Zusätzliche Ablenkung sollte daher vermieden werden.

Der ADAC appelliert an die Autofahrer, verantwortungsbewusst zu fahren und Ablenkungen auf ein Minimum zu reduzieren.

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