Internetseite bewertet die Schönheit seiner Nutzer

Zürich. Schweizer Wissenschaftler haben eine Internetseite entwickelt, welche die Schönheit seiner Nutzer bewertet. Nach nur ein paar Tagen hat die Seite schon millionen Urteile abgegeben.

Schweizer Wissenschaftler haben eine Internetseite entwickelt, welche die Schönheit seiner Nutzer bewertet. Archiv-Foto: Angelika Warmuth/dpa

Schweizer Wissenschaftler haben eine Internetseite entwickelt, welche die Schönheit seiner Nutzer bewertet. Archiv-Foto: Angelika Warmuth/dpa

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Vorweg eine Warnung. Das Ergebnis könnte enttäuschend sein. Aber Maschinen sind da unbestechlich. Zumindest wenn es um die Schönheit geht. Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben einen Algorythmus entwickelt, der die Schönheit von Menschen beurteilt. In Kooperation mit der Schweizer Dating-App Blinq haben sie jetzt die Webseite faces.ethz.ch erstellt, welche anhand dieses Algorythmus die Schönheit seiner Nutzer bewertet.

Am Dienstag wurde die Seite online gestellt und hat bisher schon mehrere Millionen Urteile abgegeben. Der Algorithmus bewertet dabei nicht nur das Aussehen, sondern schätzt auch das Alter und Geschlecht der abgebildeten Person ein. Die Forscher wollen mehr darüber herausfinden, wie künstliche Intelligenz funktioniert und wie tiefe neuronale Netzwerke (Deep Neural Networks) lernen.

Auf der Internetseite kann man sein Bild hochladen und hat nach wenigen Sekunden eine Bewertung seiner „Schönheit“. Die Kategorien gehen von „Hmm..“, „Ok“ über „Nice“ (nett), „Hot“ (heiß), „Stunning“ (atemberaubend) bis „Godlike“ (gottähnlich).

Das Spiel mit den Eitelkeiten funktioniert

Solche Bewertungsportale sind jedoch nichts Neues. Den Anfang machte die Webseite „Hot or Not“ und ließ jeweils zwei Kandidaten gegeneinander antreten. Aus solch einer Gegenüberstellung entwickelte sich schließlich auch Facebook. „Hot or Not“ nahm Mark Zuckerberg als Vorbild für seine Seite „Facemash“ aus der dann eines der größten sozialen Netzwerke werden sollte. Zuletzt hat Microsoft mit seiner Altersschätzung „How old do I look“ die Internetgemeinschaft beglückt.

Die immensen Zugriffe auf faces.ethz.ch zeigen jedoch, dass das Spiel mit den Eitelkeiten immer noch funktioniert.

Auch wenn die Nutzer die Ergebnisse offensichtlich nicht ganz ernst nehmen. Auf Twitter werden die Ergebnisse jedenfalls schon heftigst unter dem Hashtag #HowHot diskutiert.

Im Selbsversuch hat die Seite übrigens nicht nur das richtige Geschlecht des Autors erkannt, sondern auch das korrekte Alter ermittelt. Auch wenn es bei der Bewertung der Schönheit nur ein „Nice“ gab, was in Schulnoten ausgedrückt eine vier bedeutet. Bleibt also nichts weiter übrig, als sich auf die Weisheit zu berufen, dass Schönheit immer noch im Auge des Betrachters liegt.

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