Drachenparade hoch über der Stadt

Eisenach  Evangelisch-freikirchliche Gemeinde Eisenach organisiert zum zweiten Mal ein Drachenfest am Reformationstag.

Das 2. Familien-Drachenfest der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Eisenach lockte am Reformationstag noch mehr Interessierte auf die Wiesen beiderseits des Panoramaweges als zur Premiere im Vorjahr. Mehrere Hundert Drachenfreunde tummelten sich vergnügt.

Das 2. Familien-Drachenfest der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Eisenach lockte am Reformationstag noch mehr Interessierte auf die Wiesen beiderseits des Panoramaweges als zur Premiere im Vorjahr. Mehrere Hundert Drachenfreunde tummelten sich vergnügt.

Foto: Norman Meißner

„500 sind es leider nicht ganz geworden – 416 Startnummern haben wir ausgegeben“, ist Friedhelm Giesler, ehrenamtlicher Gemeindeleiter der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Eisenach, dennoch nicht enttäuscht über die Beteiligung am inzwischen zweiten Eisenacher Drachenfest auf der Wiese am Panoramaweg.

Aus Anlass des runden Reformationsjubiläums wagten die Organisatoren der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Eisenach den Rekordversuch, den Himmel über Eisenach mit insgesamt 500 Drachen bunt zu färben. „Es ist schon ein ehrgeiziges Ziel, aber es geht vordergründig darum, heute ein fröhliches Fest zu feiern“, sagt Chris Harras, der den Nachmittag moderierte. Eine Enttäuschung stellte sich auch bei den anderen helfenden Unterstützern des Drachenfestes nicht ein, denn im Vergleich zur Premiere im Vorjahr erfuhr die Veranstaltung gleich in zweierlei Hinsicht richtig Aufwind. Einerseits blies der Wind doch etwas besser als zum völlig windstillen Drachenfest im Vorjahr und andererseits vervielfachte sich die Teilnehmerzahl. Im Vorjahr wurden insgesamt 112 Startnummern für die Drachen vergeben.

Die Wiesen beiderseits des Panoramaweges füllten sich am Nachmittag des Reformationstages trotz vieler paralleler Veranstaltungsangebote prächtig mit jungen und älteren Drachenfreunden. „Der Gefildehof Göpel hat uns dankenswerterweise die Wiese wieder zur Verfügung gestellt“, betont Friedhelm Giesler. Schätzungsweise versammelten sich dort nicht ganz 1000 Flugpioniere aus jeder Generationsschicht. Während größere Flugobjekte in höheren Luftschichten sicher und ausdauernd in der leichten Brise schwebten, hatten die drachenbegeisterten Familien am Boden mitunter mit Startproblemen und unsanften Spontanlandungen ihrer Drachen zu kämpfen. Immer wieder stürmten die Kinder vor ihrem Drachen im Zickzack über die Wiese, um endlich einige Zentimeter an Flughöhe zu gewinnen. Mitglieder des Drachenclubs halfen vielfach mit nützlichen Tipps.

Der Oldenburger Pastor Carsten Hokema, der bereits im Vorjahr das Eisenacher Drachenfest tatkräftig unterstützte, lud zum Start des Drachenwettbewerbs zu einer kleinen Andacht.

Vis á vis der Wartburg erklang aus zahlreichen Kehlen das Kirchenlied „Ein‘ feste Burg ist unser Gott“, dessen Text Martin Luther wohl vor 1529 zu Papier brachte.

Gut 30 Helfer, der insgesamt 140 Mitglieder zählenden evangelisch freikirchlichen Gemeinde Eisenach trugen zum Gelingen des 500-Ballons-Wettbewerbs bei. In den Tagen zuvor kühlten ihre heimischen Backröhren kaum aus. Die Öfen „spuckten“ einen Kuchen nach dem anderen aus, einer leckerer als der andere.

Neben den Kuchen fand bei den frischen Temperaturen am Dienstag auch der wärmende Kaffee dankbare Abnehmer.

„Die Überlegungen laufen, ob wir nach dem runden Jubiläum im nächsten Jahr wieder ein Drachenfest organisieren – die hohe Besucherzahl stimmt zuversichtlich“, schließt Friedhelm Giesler die Organisation eines 3. Eisenacher Drachenfestes nicht gänzlich aus.

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