„Elli“ fühlt sich fit für die Weltmeisterschaft

Grumbach  Grumbach. Michaela Queck aus Bad Langensalza startet im November bei den Welt-Titelkämpfen der Karateka in Indonesien. Ihr ehrgeiziges Ziel ist ein Platz auf dem Siegerpodest.

Ka­ra­te­kämp­fe­rin Michaela Queck richtet all ihre Konzentration auf die Weltmeisterschaft im November. Foto: Jens König

Ka­ra­te­kämp­fe­rin Michaela Queck richtet all ihre Konzentration auf die Weltmeisterschaft im November. Foto: Jens König

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Noch sechs Wochen Training stehen vor der 16-jährigen Michaela Queck aus Bad Langensalzas Ortsteil Grumbach. Bereits jetzt ist sie selbstbewusst: „Ich fühle mich fit. Mein Ziel ist eine Medaille“, sagt die einzige Thüringer Starterin bei den Weltmeisterschaften der Karateka ab 12. November in Jakarta in Indonesien.

Bereits eine Woche zuvor, am 7. November, hebt der Flieger in Frankfurt am Main ab. 17 Stunden lang wird die deutsche Nationalmannschaft der Karateka in der Altersklassen unter 16 (Jugend), unter 18 (Junioren) und unter 21 Jahren unterwegs sein. Für einen erfolgreichen WM-Start trainiert sie sechs Mal pro Woche, viermal davon am Stützpunkt Waltershausen. Ein letzter Testwettkampf am 10. und 11. Oktober in Berlin, der international besetzt sein wird, soll Aufschluss über die Form geben.

Von Diäthalten keine Spur

Im Training werde derzeit vor allem „an Feinheiten gearbeitet; neue Techniken erlernen wir nicht mehr; es geht darum, das Wettkampf-Verhalten zu trainieren“, beschreibt die Elftklässlerin vom Salzagymnasium und löffelt weiter in aller Ruhe ihren Himbeereisbecher. Den gönnte sie sich am Donnerstag. Von Diäthalten wie bei internationalen Meisterschaften in der Vergangenheit keine Spur.

Michaela, die alle „Elli“ rufen, startet in der Gewichtsklasse bis 59 Kilogramm Körpergewicht – und hat noch „einigen Platz“ bis zur Grenze. Der Kampf mit den Gramm, so wie vor der Europameisterschaft 2014 in Portugal, hatte sie zermürbt. In der neuen Gewichtsklasse fühle sie sich wohl und leistungsbereit.

Nase im Training gebrochen

Dennoch kam sie bisher nicht ganz problemlos durch die Vorbereitung: Ende August brach Trainer und Betreuer Noah Bitsch ihr in einem Trainingskampf das Nasenbein. „Es war nur ein leichter Fußtritt, aber er hat gereicht: Meine Nase hatte wohl bei den vielen Kämpfen in der Vergangenheit schon zu viel abbekommen“, sagt Michaela. Anderthalb Wochen lang konnte sie nur eingeschränkt trainieren.

Qualifiziert hat sie sich für die Welt-Titelkämpfe durch ihre Siege bei der deutschen Meisterschaft sowie bei zwei internationalen Wettkämpfen in Koblenz und im Odenwald. Trotz der Erfolgsserie hieß es danach: abwarten und hoffen. „Es stand von vornherein fest, dass der Verband nur die aussichtsreichsten Gewichtsklassen in den drei Altersklassen besetzt. Deshalb konnte ich mir trotz der Titel nicht sicher sein“, erinnert sich die Grumbacherin. Die Nachricht von der Nominierung kam per Mail, da war Michaela gerade auf Klassenfahrt. Als sie heimkam, hatten die Eltern eine große Party organisiert.

Mutter Liane und Vater Ralf werden in Indonesien dabei sein, gönnen sich die zehntägige Reise als Urlaub. „Wir fahren mit zum Mit-Freuen oder zum Trösten“, umreißt Liane Queck ihre Aufgabe.

Am liebsten freilich würden sie ihrer „Elli“ zujubeln, wenn sie sich ihren sportlichen Traum von einer Medaille erfüllt.

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