Eine Burnout-Patientin erzählt, wie sehr sie sich unter Druck setzte, warum sie die Reißleine zog und wie eine Therapie hilft, ihr Leben zu ändern. Simone B. ist eine von Hunderten Betroffenen. Immer mehr nehmen - so wie sie - professionelle Hilfe in Anspruch.

Es ist drei Uhr morgens. Sie sitzt im Bett und schmiedet Pläne: Die neue Kollegin aus ihrer Abteilung muss gleich um acht in die Arbeitsabläufe eingewiesen werden. - Für den Chef ist bis Mittwoch die Monatsstatistik zu erstellen. Am besten, sie beginnt heute schon mal. – Ihre Sekretärin braucht die Liste mit den Namen für die Einladungen, die bis Mittag raus müssen. – Zur Besprechung am Nachmittag muss das Konzept für den Einkauf vorliegen. - Johannes braucht das Material für den Ethikunterricht, das sie ihm versprochen hatte. - In Martins Mathehausaufgaben wollte sie auch nochmal schauen, bevor er in die Schule geht. - Auf dem Nachhauseweg darf sie den Glasreiniger nicht vergessen, der ist alle. So lange es hell ist, will sie noch schnell Fenster putzen. - Ach ja, Sebastians Termin beim Kieferorthopäden muss sie noch vereinbaren. - Und den Heizungsmonteur anrufen wegen der pfeifenden Heizkörper.