Berlin. In Spielfilmen greifen die Figuren oft zu Alkohol. Zu oft, findet die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), und schlägt Alarm.

Wäre James Bond ein echter Geheimagent, er müsste wohl wegen ständiger Trunkenheit im Dienst entlassen werden: Kein Film in der Bond-Reihe, in dem 007 nicht an diversen Bars lehnt und Martini bestellt, zuletzt im Schnitt 200 Milliliter puren Alkohol pro Film – das entspricht etwa 23 Gläsern Wein. Weil er aber nicht echt ist, gilt Bonds Hang zu Hochprozentigem nicht als ernst zu nehmendes Suchtproblem, sondern als Zeichen von Coolness und Weltläufigkeit. Eine Gleichung, die offenbar nicht nur bei ihm funktioniert: In Film und Fernsehen wird geraucht und getrunken, häufig mehr als im echten Leben. Wie viel genau, zeigt eine Auswertung der Universität Würzburg im Auftrag der Drogenbeauftragten Marlene Mortler (CSU) und des Bundesgesundheitsministeriums, die am Mittwoch vorgestellt wird und unserer Redaktion vorab vorlag.