Erfurt. Lange Wartezeiten oder ganz geschlossene Praxen und keine Nachfolger in Sicht – ohne ausreichenden zahnmedizinischen Nachwuchs gerät die Versorgung in Thüringen mehr und mehr in Gefahr.

Thüringen hat in den vergangenen fünf Jahren 363 Zahnarztpraxen verloren. Das geht aus einer aktuellen Erhebung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Thüringen (KZVTh) für unsere Zeitung hervor. Und es könnte noch schlimmer werden: „Nach unserer Kenntnis suchen aktuell 72 Zahnärzte offiziell einen Nachfolger. Die Dunkelziffer wird sicher höher liegen, da nicht alle Zahnärzte über uns Nachfolgern suchen beziehungsweise keine Übergabe planen“, sagte KZVTh-Vize Roul Rommeiß.