Einschulungsfeiern in Thüringen werden „angepasst“

Erfurt.  Niemand kann in die Zukunft blicken. Aber Schulabschluss- und Einschulungsfeiern in der bisherigen Form wird es wegen Corona in Thüringen in diesem Sommer wohl nicht geben.

Die Erstklässler sollen die Schuleinführung zwar auch in diesem Jahr als „freudiges Ereignis“ erleben. Doch wie das in der Corona-Krise genau aussehen soll, ist derzeit noch unklar.

Die Erstklässler sollen die Schuleinführung zwar auch in diesem Jahr als „freudiges Ereignis“ erleben. Doch wie das in der Corona-Krise genau aussehen soll, ist derzeit noch unklar.

Foto: Moritz Frankenberg / dpa

Das Thüringer Bildungsministerium geht davon aus, dass es zum Schuljahresende keine schulischen Veranstaltungen zur Zeugnisübergabe geben wird. „In der Regel müssen die Schulen daher umplanen“, sagt ein Ministeriumssprecher mit Blick beispielsweise auf feierliche Zeugnisübergaben für Abschlussklassen. „Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.“

Welche konkreten Vorbereitungen die Schulen nun treffen, liege in deren Ermessen. Das Ministerium gehe aber davon aus, dass die Schulen einen geeigneten feierlichen Rahmen finden werden, bei dem die Regelungen des Infektionsschutzes eingehalten werden können. An eine Zusendung der Zeugnisse per Post ist derzeit offenbar nicht gedacht. Allerdings hätten diese Aussagen vorläufigen Charakter und könnten sich noch ändern, schränkt der Sprecher ein.

Coronabedingte Anpassungen seien absehbar

Betroffen vom Versammlungsverbot seien aus jetziger Sicht auch die Einschulungsfeiern für die Schulanfänger. „Dem Ministerium ist bewusst, dass diese für Familien in Thüringen einen großen emotionalen Wert haben und auch für die neuen Schüler sehr wichtig sind“, sagt der Sprecher. Derzeit stehe zwar noch nicht fest, welche Infektionsschutzregeln nach dem Ende der Sommerferien gelten, „absehbar ist aber auch hier, dass es coronabedingte Anpassungen geben wird“. Welche das seien, müssten dann die Schulen aufgrund ihrer jeweiligen Gegebenheiten festlegen. Das Ministerium habe aber das Ziel, dass die Erstklässler „den Schulanfang als freudiges und festliches Erlebnis begehen und sie auch von den Schulen mit ihren Zuckertüten begrüßt werden können“.

Ausgetauscht habe sich Bildungsminister Holter (Linke) mit der Landeseltern- und der Landesschülervertretung auch zum Thema Abibälle und Abschlussfeiern. Das seien allerdings in der Regel private Feierlichkeiten, so dass das Ministerium dazu grundsätzlich weder Festlegungen treffen noch Empfehlungen abgeben könne. „Hier ist allein maßgeblich, welche Regelungen zu Versammlungsverboten bestehen“, sagt der Sprecher. Absehbar sei aber auch hier, dass bis Ende August keine Großveranstaltungen zugelassen sein werden, wobei derzeit noch offen sei, was genau darunter fällt.

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