Stipendium hält junge Ärzte in Thüringen

Elena Rauch
Das Angebot der Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung richtet sich an angehende Allgemeinmediziner und Augenärzte, die in Thüringer Kliniken ihre Fachausbildung absolvieren. Foto: Alexander Volkmann

Das Angebot der Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung richtet sich an angehende Allgemeinmediziner und Augenärzte, die in Thüringer Kliniken ihre Fachausbildung absolvieren. Foto: Alexander Volkmann

Foto: zgt

Angebot des Landes an Allgemeinmediziner und Augenärzte stößt auf Resonanz. Stiftung hilft auch bei Niederlassung.

Erfurt. Das Stipendium, mit dem junge Ärzte in Thüringen gehalten werden sollen, zeigt erste Erfolge. Seit Start des Projektes im Juli 2009 haben sich drei Allgemeinmediziner in Thüringen niedergelassen.

Darüber hinaus befinden sich bereits 58 weitere Stipendiaten in ihrer Ausbildung zum Facharzt. Das Angebot der Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung richtet sich an angehende Allgemeinmediziner und Augenärzte, die in Thüringer Kliniken ihre Fachausbildung absolvieren.

Dabei werden monatlich 250 Euro gezahlt. Bei der fünfjährigen Ausbildung macht das insgesamt 15.000 Euro, mit denen Land und Kassenärztliche Vereinigung junge Ärzte unterstützen und zu einem Bleiben in Thüringen motivieren wollen.

Ein Einstieg in das Stipendium ist jederzeit möglich, auch wenn die Ausbildung bereits begonnen hat. Das Geld, so die Stiftung, kann wahlweise monatlich oder als Gesamtbetrag ausgezahlt werden. Einzige Bedingung: die Ärzte müssen nach ihrem Ausbildungsende mindestens vier Jahre in Thüringen arbeiten. Ob als Angestellte oder als niedergelassene Ärzte spielt dabei keine Rolle.

Wer sich von den Medizinern mit einer eigenen Praxis niederlassen möchte, kann bei der Stiftung ebenfalls Unterstützung finden. So vermitteln die Mitarbeiter Möglichkeiten, zeitweise in Praxen mitzuarbeiten und Erfahrungen zu sammeln. Diese Chance wird derzeit von zwei jungen Fachärzten genutzt.

Die Möglichkeit einer eigenen Niederlassung richtet sich nach dem Bedarfsplan. Außer in Weimar und in Jena ist dies derzeit für Allgemeinmediziner und Augenärzte in allen Thüringer Städten und Landkreisen möglich.

Infos: www.stiftung-ambulante-versorgung.de