„Was hab’ ich?“: Patientenbrief nimmt Angst und reduziert Fehler

Jena  Ärztliche Befunde in ein verständliches Deutsch übertragen – das ist das Ziel einer Initiative, bei der auch Mediziner und Studenten aus Jena mitwirken. Nun wurden Ergebnisse vorgestellt.

Symbolbild. Foto: Maurizio Gambarini

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Patienten brauchen verständliche und verlässliche Gesundheitsinformationen: Mit diesem Ziel übersetzt die Initiative „Was hab’ ich?“, bei der auch Mediziner und Studenten aus Jena mitwirken, ärztliche Befunde in verständliches Deutsch und geht jetzt einen Schritt weiter.

Der verständliche Patientenbrief wurde eingeführt, um schneller noch mehr Menschen erreichen zu können, und mit einem wissenschaftlich begleiteten Pilotprojekt getestet. Die Ergebnisse zeigen nach Angaben der Initiative, dass der Patientenbrief wirkt. Die Studienteilnehmer verstünden ihre Erkrankungen und deren Behandlung besser, fühlten sich nicht mehr so unsicher und machten weniger Fehler beim Einnehmen von Medikamenten. Zudem fühlten sich dank dieses Briefes besser durch die Klinik unterstützt und rücksichtsvoller behandelt.

2500 Krankenhauspatienten bekamen in Zusammenarbeit mit dem Bundesgesundheitsministerium zwischen November 2015 und April 2018 zusätzlich zum ärztlichen Entlassbrief einen Patientenbrief sowie einen Fragebogen. Sie waren im Schnitt 71 Jahre alt, ihr Gesundheitszustand mittelprächtig bis schlecht; 417 beantworteten die Fragebögen.

Um in Zukunft alle Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt mit einem verständlichen Entlassbrief zu versorgen, muss der Patientenbrief massentauglich werden. Als Weiterentwicklung des Pilotprojekts hat „Was hab‘ ich?“ eine Software entwickelt, die individuelle Patientenbriefe automatisch anhand der Daten im Krankenhaus-Informationssystem erstellt. Die Software soll an jeder Klinik eingesetzt werden können. Seit diesem Monat wird sie am Herzzentrum Dresden eingesetzt.

Die komplette Studie im Internet: www.washabich.de

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