Yoga ist inzwischen längst ein Trendsport

Frankfurt/Main  Cool, zeitgemäß, individuell, entspannend und Stress abbauend: Yoga findet immer mehr begeisterte Fans.

Yoga erreicht jetzt auch die Stadt – als sogenanntes Urban Yoga. Foto: Oliver Berg

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Yoga spricht heute die breite Masse an. Nach Fitness und Workout, Wandern, Schwimmen, Joggen und Nordic Walking liegt Yoga im Ranking der beliebtesten Sportarten in Deutschland auf Platz sechs – und damit noch vor Fußball, Radfahren und Tennis, so eine Umfrage von Tomorrow Focus Media 2015.

Yoga kommt an, Yoga boomt – 2,6 Millionen Menschen praktizieren hierzulande Yoga. „Unser Alltag wird immer hektischer. Da gilt es, Momente zu finden, um abzuschalten. Es ist die Sehnsucht nach einem gesünderen und bewussteren Leben, zu dem Yoga nachweislich einen positiven Effekt leistet“, sagt Veronika Pfeffer, National Group Fitness Managerin bei Fitness First Germany, und fügt hinzu: „Wissenschaftlich belegt ist, dass regelmäßiges Yoga zu einem besseren körperlichen, emotionalen und psychischen Wohlbefinden führt. Wer Yoga ausübt, ist unter anderem entspannter, konzentrierter und fühlt sich wesentlich fitter.“

Aus der Nische in die Fitness-Studios

Früher als Nischensport im Kursbereich der Fitness-Branche angesiedelt, hat Yoga heute einen festen und häufig gebuchten Stammplatz im Programm, ist etabliert und weit verbreitet.

So bietet Fitness First in jedem seiner mehr als 80 Clubs pro Woche vier bis fünf Kurse an. Und damit inzwischen nahezu doppelt so viele Kurse wie noch vor fünf Jahren. In diesem Zeitraum hat sich die Anzahl der ausgebildeten Yoga-Trainer fast verdreifacht, die meisten der Coaches sind inzwischen hauptberuflich in diesem Sport tätig.

Yoga, heute variantenreicher, mit oder ohne Meditation, dynamisch oder in der ruhigeren Variante, wird angenommen – selbst zu untypischen Tageszeiten wie früh morgens um 7 Uhr oder in der Mittagszeit.

Ein weiterer Vorteil: Yoga kann weitgehend ortsunabhängig praktiziert werden – im Fitness-Studio, in der Sporthalle, zuhause in den eigenen vier Wänden und auch draußen. Da lockt die Natur. Yoga erreicht jetzt auch die Stadt – als sogenanntes Urban Yoga. „Nicht ich habe mich an das Yoga angepasst, sondern es passend für mich gemacht, so dass es mir dabei gut ging. Und genau das ist Urban Yoga“, sagt Amiena Zylla, Autorin des neuen Buchs „Urban Yoga“. In dem 144 Seiten starken Ratgeber zeigt die erfahrene Yoga-Lehrerin, welche Möglichkeiten die Urbanität der Stadt modernen Outdoor-Yogies bietet. Yoga, so Zylla, sei immer das, was wir daraus machen, individuell und einzigartig – wie jeder Mensch. Aus einer einfachen Parkbank wird ein Übungsplatz für die unterschiedlichsten Urban Poses, auch Geländer, Treppenstufen und gar Telefonzellen seien dafür wie gemacht.

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