Herbstzeit in Bad Langensalza – Eine Palme geht auf Reisen

Bad Langensalza  Stadtrundfahrt mit tonnenschwerem Baum. Das Gartenbauamt beginnt damit, die Pflanzen ins Winterquartier zu fahren.

Der Durchgang an der Leinecke ist zu schmal für den Baum und den Transporter. Ein Umweg musste gefahren werden. Foto: Daniel Volkmann

Der Durchgang an der Leinecke ist zu schmal für den Baum und den Transporter. Ein Umweg musste gefahren werden. Foto: Daniel Volkmann

Foto: zgt

Für den geübten Kurstädter ist das sicherste Zeichen, dass der Winter naht, wenn die Pflanzen in der Innenstadt auf Wanderschaft gehen. Dann nämlich, wenn das Grünzeug auf Gabelstapler und Laster verladen wird. Seit Dienstag ist es wieder soweit. Die Mitarbeiter des Gartenbauamtes sind im Einsatz, um in den nächsten Tagen nach und nach hunderte Kübelpflanzen ins Winterlager zu transportieren.

Es ist ein Ritual, das in Bad Langensalza jedes Jahr zweimal durchgeführt wird. Mit den ersten warmen Tagen im April werden die Gewächshäuser geräumt. In den Sommermonaten verbreiten die Phoenix-Palmen, Olivenbäume, Oleander, Kamelien und anderen Gehölze ein südliches Flair in der historischen Altstadt.

Palmenhalle wurde vor Jahren extra gebaut

Diesen vor allem von Touristen oft bestaunten Effekt „erkauft“ die Stadt mit dem aufwendigen Abtransport im Herbst. Am Dienstag wurde die Palme am Augustinerplatz, gegenüber dem ehemaligen Café Bonsack, umgesetzt. Der mehrere Tonnen schwere und etwa neun Meter hohe Baum trat am Morgen die Reise Richtung Gartenbauamt an – quer durch die Stadt.

Gut befestigt auf einem Gabelstapler und in gemächlichem Tempo wurde das Gewächs bugsiert. Durch die Mühlhäuser Straße, über den Neumarkt, am Rathaus vorbei und dann scharf links. Denn die Bauarbeiten am Haus Leinecke machen den ohnehin schmalen Durchgang beim Bonifaciusstübchen noch enger. Über die Europakreuzung hinweg ging es in eine eigens für die Palmen errichtete Halle am Illebener Weg.

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