In 80 Stunden und mit 40 Rezepturen zum Barkeeper

Gotha  Berufsschüler absolvieren erfolgreich Extra-Training. Zusatzqualifikation wirkt sich auch auf die Facharbeiterprüfung aus

Lea Krüger, Anna Saalfeld, Sina Radicke, Christina Pucha und Chantal Weisheit (von links) bestanden am gestrigen Mittwoch er Foto: Peter Riecke

Lea Krüger, Anna Saalfeld, Sina Radicke, Christina Pucha und Chantal Weisheit (von links) bestanden am gestrigen Mittwoch er Foto: Peter Riecke

Foto: zgt

Sogar Geschichtliches zum Cocktail, zur Bar und zum Barkeeper (oder auch Bartender, Barmaid) gehört dazu. Vierzehn künftige Restaurantfachfrauen, Hotelfachfrauen und Fachkräfte im Gastgewerbe absolvierten in den letzten Monaten eine Zusatzausbildung im „Barkeeping“, die es in sich hat.

Das staatliche Berufsschulzentrum Gotha-West, an dem sie lernen, unterstützte dies mit Material und der Bereitstellung von Räumen. Gestern nun war die erste Prüfung in diesem Jahr.

Lea Krüger, Anna Saalfeld, Sina Radicke, Christina Puch, Chantal Weisheit und ein junger Mann absolvierten sie gestern am Vormittag erfolgreich. Lea Krüger schaffte sogar 100 von 100 möglichen Punkten. Die Damen kommen aus Eisenach, Mühlhausen, Breitungen, Bad Salzungen und Bad Langensalza. Heute sind weitere acht Prüflinge dran.

Dem Praxistest gingen 40 Stunden Theorieausbildung und 40 Stunden praktische Ausbildung voraus. Die Zahl 40 kommt in diesem Programm noch einmal vor, denn 40 Rezepturen müssen die jungen Leute mindestens auswendig können, dazu gehören neben den Namen wie Daiquiri natural, White Lady, Ipanema und Planters Punch, aber auch die dazugehörenden Techniken der Zubereitung, die passenden Gläser, die Zutaten und die Dekoration, die bei Klassikern vorgeschrieben ist, bei anderen Cocktails selbst kreiert werden muss. Frank-Johannes Mehnert und seine Gattin Ulrike von der Cocktailschule Arnstadt nehmen die Prüfung ab. Beide sind mehrfache Thüringer Cocktailmeister und Deutsche Cocktailmeister und Mitglieder der Deutschen Barkeeper Union.

Mehnert freut sich besonders über die Unterstützung durch das Berufsschulzentrum, denn die Teilnehmer zahlen 100 Euro. In der freien Wirtschaft würde so ein Kurs 3000 Euro kosten. Hier ist es gelungen, Fördermittel des Europäischen Sozialfonds zu nutzen.

Die Zusatzqualifikation hilft auch, für die Facharbeiterprüfung Restaurantfachmann oder -frau Punkte zu sammeln.

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