Infostand der AfD in Jena sorgt für Polizeieinsatz und Angriff mit Wasserbomben

Jena  Am Holzmarkt in Jena brachten Politik und Bier die Menschen zusammen. Anschlag mit Wasserballons auf AfD-Infostand.

Zeitweise war der Stand der AfD hinter Polizeikräften und Gegenprotestlern gar nicht mehr zu sehen.

Zeitweise war der Stand der AfD hinter Polizeikräften und Gegenprotestlern gar nicht mehr zu sehen.

Foto: Thorsten Büker

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Mit einem Informationsstand hat die Partei Alternative für Deutschland (AfD) am Dienstag Aufsehen am Holzmarkt, Ecke Teichgraben ausgelöst. Zeitweise sicherten mehr als zwei Dutzend Polizisten die beiden Infostände ab. Die Zahl der Bereitschaftspolizeifahrzeuge stieg im Laufe des Tages auf zehn. Die AfD verteilte ihr 14-Punkte-Programm für Deutschland. Die Landtagsabgeordnete Wiebke Muhsal warb für „Politik ohne Denkverbote“. Bereits ab dem Vormittag wurde der Infostand durch junge Leute begleitet, die der AfD Rassismus vorwarfen.

Am frühen Nachmittag hatte es einen Angriff mit Wasserballons gegeben. Fünf Ballons wurden vom Dach des Hauses geworfen. Einer schlug knapp neben der Landtagsabgeordneten Wiebke Muhsal auf. Die Polizei durchkämmte daraufhin das Gebäude. Der Täter wurde aber offenbar nicht gefasst.

Sehr zum Missfallen der Polizei hatte die Sternburg-Brauerei zudem auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen Marketingstand aufgebaut. Die Veranstaltung war aber genehmigt und hatte nichts mit der AfD zu tun. Das nach dem Glücksrad-Dreh ausgegebene Bier lockte zusätzliche Menschen an, die aus Kronkorken das Jenaer Stadtlogo legten.

Gegen 17.30 Uhr lösten sich AfD-Stand, Gegenprotest und Sternburg-Gelage auf.

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