Kneipp würde sich mit den Kindern über das Jubiläum freuen

Schwarzhausen  Der Kindergarten in Schwarzhausen arbeitet seit zehn Jahren nach den Grundsätzen des Gesundheits-Pfarrers

Kita-Leiterin Sylvia Korn schlüpfte in den Talar von Pfarrer Kneipp. Derweil warten die Kinder auf den Start. Foto: Susanne Reinhardt

Kita-Leiterin Sylvia Korn schlüpfte in den Talar von Pfarrer Kneipp. Derweil warten die Kinder auf den Start. Foto: Susanne Reinhardt

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Seit zehn Jahren arbeitet der Volkssolidarität-Kindergarten in Schwarzhausen nach dem ganzheitlichen Konzept von Pfarrer Sebastian Kneipp. Das wurde bei einem Elterntag mit vielen Aktivitäten gefeiert.

Pfarrer Kneipp war als Hydrotherapeut und Naturheilkundiger bekannt. Vor zehn Jahren entschlossen sich Erzieher und Eltern seinen Lehren zu folgen und sie als Grundkonzept für die Kindergartenarbeit zu wählen. Bewegung an frischer Luft, Saunabesuche im Winter und Kaltwassertreten im Sommer sowie Waldtage und gesundes Essen stehen seitdem auf der Tagesordnung. Den Eltern-Besuchertag wollten nun Kinder und Erzieher nutzen, um Danke zu sagen, aber auch um zu zeigen, welchen Spaß ihre Kinder in der Einrichtung haben.

„Danke“, sagten vor allem die kleinen Kneipp-Steppkes ihren Müttern. Schließlich feiere man am Sonntag den Muttertag, erklärte Kita-Leiterin Sylvia Korn, da dann sogar als Pfarrer Kneipp verkleidet aufwartete. Nach der Begrüßung wurden auch die Gäste aufgefordert, beim Aufwärmtraining mitzumachen. Dann ging es an einzelne Stationen an denen man, nach dem Absolvieren, einen Stempel bekam, der wiederum den Teilnehmer berechtigte, am Ende eine Medaille mit nach Hause zu nehmen.

Natürlich durfte das Wassertretbecken nicht fehlen. Da der Kindergarten über ein solches nicht verfügt und sich sonst mit Wassereimer und Schüssel behilft, hatte er diesmal eins vom Kneipp-Verein in Bad Tabarz geliehen. Danach ging es mit kribbelnden Füßen auf den Barfußpfad, der für gute Durchblutung sorgte.

Eine kleine Kräuterkunde gab es bei Erzieherin Heike Neuland. Sie war wohl auch die Initiatorin für das ganzheitliche Konzept nach dem der Kindergarten arbeitet. Durch ihr Engagement kennen sich die kleinen Kneippianer auf den vielen umliegenden Kräuterwiesen gut aus. Da gedeiht zum Beispiel der erst Spitzwegerich für den kürzlich in Gläsern angesetzten Hustensaft. Und Melisse für den Tee findet man im angelegten Kräutergarten. Außerdem konnte man sich an diesem Nachmittag beim Zielwerfen mit Tannenzapfen in Reifen probieren, mit beladenen Schubkarre über den Parcours rennen oder sich in einem Gummistiefel-Wettkampf messen.

In der benachbarten Turnhalle war ein Parcours aufgebaut worden. Dort tobten die Sportgruppe „Top Fit“ und die Kita-Kinder um die Wette. Wer nach alle dem bunten Treiben noch überschüssige Energie hatte, konnte diese noch in einer Hüpfburg abbauen.

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