Nahverkehr wird in Thüringen wegen Coronavirus ausgedünnt

Erfurt/Weimar/Jena/Gera.  Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird es in Thüringen zu Einschränkungen im Nahverkehr kommen. So gelte im Verkehrsverbund Mittelthüringen ab Dienstag der Ferienfahrplan - außer im Landkreis Gotha.

In Bussen können Fahrgäste nicht mehr vorne beim Busfahrer einsteigen.

In Bussen können Fahrgäste nicht mehr vorne beim Busfahrer einsteigen.

Foto: Thomas Beier

Das Coronavirus führt auch in Thüringen zu Einschränkungen im Nahverkehr. Der Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) kündigte etwa an, ab Dienstag Straßenbahnen und Busse nach dem ausgedünnten Ferienfahrplan fahren zu lassen. Der Landkreis Gotha sei derzeit allerdings noch ausgenommen, wie Uwe Szpöt, Geschäftsführer der Nahverkehrsgesellschaft Gotha, betonte.

Auch der Verkehr von Zügen werde eingeschränkt, sagte eine VMT-Mitarbeiterin am Montag. Ab Dienstag bleiben Schulen und Kitas in Thüringen vorerst geschlossen, um eine weitere Ausbreitung des Erregers Sars-Cov-2 entgegenzuwirken.

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Zudem werde es keine Fahrkartenkontrollen geben. In Bussen können Fahrgäste nicht mehr vorne beim Busfahrer einsteigen. Entsprechend sei es auch nicht mehr möglich, bei den Fahrern Tickets zu kaufen. Zudem sollen die ersten zwei Bankreihen hinter den Fahrern frei gehalten werden. Dies diene dazu eine mögliche Ansteckungsgefahr für die Fahrer gering zu halten, hieß es. Trotzdem müsse weiterhin in allen öffentlichen Verkehrsmitteln eine gültige Fahrkarte eingelöst werden, sagte ein Pressesprecher des Verkehrsverbundes Mittelthüringen am Nachmittag.

Im VMT sind 13 Verkehrsunternehmen zusammengeschlossen. Sein Gebiet umfasst die Städte Erfurt, Weimar, Jena und Gera sowie die Landkreise Gotha, Weimarer Land und den Saale-Holzland-Kreis.

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