Notsicherung und Nutzungskonzeption für Schloss Wiehe

Wiehe  Wiehe: Bürgermeisterin zuversichtlich, dank Bedarfszuweisung nach zwei Jahren wieder einen Haushalt rund zu kriegen

Schloss und Nebengebäude werden die Stadt Wiehe auch 2016 weiter beschäftigen. Foto: W. Slodczyk

Schloss und Nebengebäude werden die Stadt Wiehe auch 2016 weiter beschäftigen. Foto: W. Slodczyk

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Mit Hilfe der gewährten Bedarfszuweisung des Landes Thüringen für notleidende Kommunen hofft die Stadt Wiehe, nach zwei Jahren ohne Haushalt in diesem Jahr endlich wieder einen beschließen zu können.

Das erklärte Bürgermeisterin Dagmar Dittmer (CDU) am Montag auf TA-Nachfrage zu einem Ausblick für das Jahr 2016. „Wir haben im Dezember 416 000 Euro überwiesen bekommen.“ Dies sei zwar nicht mal die Hälfte der beantragten Summe gewesen. „Aber unsere Kämmerin ist gerade dabei, den Haushalt trotzdem rund zu kriegen.“ Beantragt hatte Wiehe 935 000 Euro.

Große Sprünge kann die Stadt in diesem Jahr damit trotzdem nicht machen. Aber ein paar Pläne hat die Bürgermeisterin schon. „Ganz oben auf unserer Liste steht das Nutzungskonzept für das Schloss“, berichtet Dittmer von einem Verhandlungspartner, der das Schloss in Erbpacht übernehmen würde. Doch mehr will sie sich vorerst nicht entlocken lassen und verweist stattdessen auf die Bürgerversammlungen, wo sie die Pläne öffentlich zuerst den Einwohnern präsentieren möchte.

An Investitionen ist auch dieses Jahr nicht zu denken. Und wenn, dann nur am Wirtschaftsgebäude des Schlosses. Hier sei eine Hang-/Notsicherung dringend notwendig, „damit der Zugang zum Friedhof wieder sicherer wird.“ Am Gebäude nebenan sei das Dach notzusichern – in beiden Fällen würde eine 100-Prozent-Förderung winken – die Stadt müsste nichts dazuzahlen. Fördergelder seien auch für die Sicherung der Villa des alten Möbelwerkes beantragt.

„Ansonsten freuen wir uns, wenn in diesem Jahr die Straßenbaumaßnahme zwischen Roßleben und Wiehe kommt“, so die Bürgermeisterin weiter.

Vom Straßenbauamt Nordthüringen liege bereits grünes Licht dafür vor. „Natürlich würden wir gerne einen straßenbegleitenden Radweg dazu haben“, so Dittmer, „doch da sind mehrere Brücken dazwischen, das kostet viel Geld. Und das ist in der Konsolidierung leider nicht drin“, fügt sie mit Blick auf den in diesem Fall durch die Stadt zu schulternden Eigenanteil bedauernd hinzu. Statt des Kopfsteinpflasters soll die Straße zwischen beiden Orten eine Bitumendecke erhalten.

Darüber hinaus, so kündigt die Bürgermeisterin an, solle in diesem Jahr die Verwaltungszusammenarbeit zwischen Wiehe und Roßleben weiter intensiviert werden. Das betreffe vor allem den Bereich des Ordnungsamtes, wo sich die Städte dies- und jenseits der Unstrut in die Knöllchenverteiler teilen.

Aber auch bei der Feuerwehr soll es künftig verstärkt Zusammenarbeit geben, nennt Dittmer als Beispiel etwa die Beschaffung neuer Technik. Diese solle künftig über die Stützpunktfeuerwehr Roßleben erfolgen, was Einsparung bei den Personalkosten bringe. „Und natürlich versuchen wir auch in anderen Bereichen, wo es geht, an Hundertprozentförderung ranzukommen“, so Dittmer.

Im Februar soll der Haushalt dann im Stadtrat vorliegen.

Die Bürgerversammlungen finden jeweils 19 Uhr am 25. Januar im Stadtpark Wiehe, am 27. Januar im „Gasthaus zum fröhlichen Wanderer“ in Garn-bach sowie am 28. Januar in der Gaststätte in Langenroda statt.

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