Richtfest für neuntes Nordhäuser Pflegeheim

Nordhausen  In einem Jahr will das DRK sein neues Haus am Marienweg in Nordhausen eröffnen. Auch barrierefreie Wohnungen und eine Tagespflege entstehen.

Vom ersten Obergeschoss des Gebäudes für barrierefreie Wohnungen und die Tagespflege aus wird der Richtspruch verkündet.

Vom ersten Obergeschoss des Gebäudes für barrierefreie Wohnungen und die Tagespflege aus wird der Richtspruch verkündet.

Foto: Kristin Müller

Einen Nagel ins Holz des Dachstuhls schlagen: Bei diesem Richtfest ist das unmöglich. Beide Neubauten haben ein Flachdach. Also steht DRK-Vorstand Ronald Zocher am Mittwochnachmittag auf dem Baugerüst.

Mit Sven Grimm, Meister beim Bauunternehmen Waresa, wird er anstoßen, nachdem dieser den Richtspruch verkündete. Dem Brauch entsprechend werfen beide sodann die Gläser nach unten, die Scherben sollen den Bauleuten Glück bringen.

Noch ein Jahr lang wird das Areal unterhalb der Sangerhäuser Straße am Marienweg Baustelle sein. Zehn Monate nach dem Spatenstich sind die Rohbauarbeiten am Pflegeheim mit seinen 84 Plätzen wie auch die am Nachbarhaus für 36 barrierefreie Wohnungen und eine Tagespflege mit 16 Plätzen beendet. Zurzeit wird drinnen gearbeitet: Elektriker verlegen Kabel, Trockenbauer ziehen Wände hoch. Auch die Fachleute für Sanitär und Fensterbau sind zugange. Vieles läuft parallel. „Die Gewerke sprechen sich nur zu den einzelnen Etagen ab, nicht dass sich drei in einer Nasszelle treffen“, sagt Zocher.

Waresa fungiert als Generalauftragnehmer, hat etwa ein Dutzend Subunternehmer engagiert. „Die meisten aus der Region, es sei denn, die hiesigen Firmen hatten keine Kapazitäten“, sagt der DRK-Vorstand.

Am Marienweg entsteht das nunmehr neunte Pflegeheim in der Stadt. Gleichwohl wird sich an der Bettenkapazität nichts ändern. Denn das DRK plant, die Platzzahl im Heim in Nordhausen-Nord von 149 auf 65 zu reduzieren. Für viele Bewohner also wird ein Umzug an den Marienweg anstehen.

Damit einher geht dann auch besserer Komfort gegenüber dem 1983 eröffneten Pflegeheim in Nordhausen-Nord. Ein Pflegebad gibt es dann beispielsweise für 14 statt 25 Bewohner. Der Heimplatz-Preis steige um maximal 200 Euro im Monat, so Zocher. Dies liege am relativ hohen Investkostensatz. Das DRK steckt in das Projekt am Marienweg rund 15 Millionen Euro, will anschließend auch das Haus in Nord umbauen.

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