So wollen Anbieter von Schutzkleidung den Ilm-Kreis abzocken

Arnstadt.  Das Landratsamt des Ilm-Kreises will Schutzausrüstung besorgen und bekommt ein Angebot, das Landrätin Petra Enders (Linke) als „unredlich und aus dem Elend und der Not Kapital schlagend“ bezeichnet.

Für Atemmasken verlangen manche Anbieter derzeit fast das Doppelte. (Symbolbild)

Für Atemmasken verlangen manche Anbieter derzeit fast das Doppelte. (Symbolbild)

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Nachdem das Landratsamt des Ilm-Kreises 2000 Schutzmasken, 1000 Schutzanzüge und 500 Schutzbrillen besorgen wollte, bekam man ein Angebot, das Landrätin Petra Enders (Linke) als „unredlich und aus dem Elend und der Not Kapital schlagend“ anprangerte. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

Während Ärzte, Schwestern, Pflegedienste, Gesundheitsamt und Rettungsdienste dringend auf Schutzkleidung angewiesen seien, würden andere damit Geschäfte machen wollen und Wucherpreise verlangen, stellte sie erbost fest. So verlangte eine deutsche Firme für ihr Angebot 121.850 Euro, während es nach realen Preisen 52.250 Euro hätte kosten müssen.

Im Einzelnen: Atemschutzmasken FFP3 für 18,70 Euro/handelsüblich wären 8,50 Euro. Schutzanzug für 72 Euro/handelsüblich: 31,50 Euro, Schutzbrillen für 24,90/handelsüblich 7,50 Euro. Man habe das Angebot abgelehnt, eine Charge Schutzkleidung am Wochenende vom Land bekommen, das reiche aber nicht aus.