Tabarz feierte Maifest mit Maikönigin und Opferochsen

Tabarz  Programm durch Trachtenverein gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr gestaltet. 70 Jahre Vereinigung von Tabarz und Cabarz

Das Maibaumstellen übernimmt noch immer die Freiwillige Feuerwehr in Tabarz. Deren Schmerbacher Kameraden helfen traditionell mit einem Festzelt. Foto: Bettina Grübel

Das Maibaumstellen übernimmt noch immer die Freiwillige Feuerwehr in Tabarz. Deren Schmerbacher Kameraden helfen traditionell mit einem Festzelt. Foto: Bettina Grübel

Foto: zgt

Eine einzige Festmeile war am Sonnabend und Sonntag die Lindenstraße im früheren Cabarz, dass nun seit genau 70 Jahren zum Kneip-Kurort Tabarz gehört. Vielleicht aus diesem Grund fiel das Maifest unter der Linde diesmal besonders schön aus. Den Brunnen hatte der Trachtenverein mit Blumenbögen schon vorher geschmückt. Der Bauhof brachte Birken.

Ein Festzelt, traditionell von der Freiwilligen Feuerwehr Schmerbach zur Verfügung gestellt, und vier Pavillons boten genug Platz für Musiker und um Essen anzubieten und Getränke vom Bier bis zur Bowle auszuschenken.

Gegen 18 Uhr begann dann das Maibaumstellen durch die Freiwillige Feuerwehr Tabarz. Die Ursprünge des Festes in Cabarz gehen auf das Maifest im Winkelhof noch vor der Wende zurück. Da war die Feuerwehr der Organisator. Seitdem das Fest im Kern des kleineren Teils Tabarz‘ platziert ist, geschehen Feiern und Aufführungen in der Regie des Trachtenvereins. Doch die Feuerwehr hilft weiter mit.

Deshalb werden die Feuerwehrleute dann nach dem Maibaumstellen an einen Getränkestand geführt und man tauscht — als Zeichen der Verbrüderung — die Hüte. Also tragen die Kameraden dann eine Trachtenhaube oder einen Trachtenhut und Trachtenträger einen Feuerwehrhelm. Am westlichen Ende der Lindenstraße stimmte solange die Jugendband „Wortlos“ ihre Instrumente. Nach ihrem Auftritt griff „Tacoba“ (Tabarzer Coverband) in die Saiten. Gegen 22 Uhr begann dann das Spiel zum Heranlocken des Frühlings. Roswitha Möller, die Vorsitzende des Trachtenvereins, erschien als Frau Walpurga, Hexen kamen auf tatsächlich brennenden Besen „geritten“. Teufel wurden besiegt und vier von ihnen trugen anschließend die diesjährige, die 16. Maikönigin Melanie Scharf in einer Sänfte zur Bühne. Sie brachte den Opferochsen mit.

Der heißt so, weil er geopfert werden muss, damit der Frühling wirklich kommt. Melanies Lebenspartner Thomas Grübel trug das Los mit Würde. Und die Kinder des Paares, Alexis (12) und Marie (7) gaben die Hexe und die Fee im Stück.

Am Sonntag wurde dann mit Tänzen, Blasmusik und deftigen Liedern das Leben in einem früheren Cabarzer Wirtshaus nachgestellt.

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