Thomas Kavan nimmt Abschied vom Kinder- und Jugendzentrum Leinefelde

Leinefelde.  Thomas Kavan verlässt Mitte Februar die Einrichtung. Die Suche nach einem neuen Leiter oder einer neuen Leiterin läuft.

Thomas Kavan (links), Leiter des Kinder- und Jugendzentrums Leinefelde, verabschiedet sich Mitte Februar von der Einrichtung. Simon Nauel hat zum neuen Jahr seinen Bundesfreiwilligendienst angetreten.

Thomas Kavan (links), Leiter des Kinder- und Jugendzentrums Leinefelde, verabschiedet sich Mitte Februar von der Einrichtung. Simon Nauel hat zum neuen Jahr seinen Bundesfreiwilligendienst angetreten.

Foto: Johanna Braun

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Fast genau zwei Jahre ist es her, dass Thomas Kavan die Leitung des Kinder- und Jugendzentrums in Leinefelde übernahm. „Bei 20 Zentimetern Schneedecke“, erinnert sich der 30-Jährige und sagt, dass es eine spannende Zeit war. Zum einen, natürlich, weil er eine neue Aufgabe angehen konnte, zum anderen, weil es in dem großen Haus in der Goethestraße einiges zu tun gab.

„Es war ein schleichender Anfang, aber ab April hatten wir das Haus immer voll“, berichtet Thomas Kavan. Voll bedeutet, dass am Tag zwischen 50 und 150 Kinder und Jugendliche vorbei kommen. „Ich wurde hier gut aufgenommen“, sagt der Einrichtungsleiter. Umso mehr tut es ihm leid, jetzt bald Aufwiedersehen sagen zu müssen. Denn Thomas Kavan tritt Mitte Februar eine Stelle als Leiter einer Kindertageseinrichtung in Göttingen an. „Es sind persönliche Gründe, die mich diese Entscheidung haben treffen lassen“, macht er deutlich. „Ich gehe nicht, weil es mir hier nicht gefallen hat.“

Er habe gern in Leinefelde gearbeitet. „Die Südstadt hat einen gewissen Charme an sich. Die Leute sind superfreundlich, auch die Jugendlichen. Ich hatte innerhalb der zwei Jahre wenig Probleme. Es ist ehrlicher hier als anderswo.“

Kooperation mit den Leinefelder Schulen

Aber bevor Thomas Kavan sich so richtig einleben konnte, waren er und seine Kollegin Michelle Dreyling, die als zweite Stelle im Hauptamt in der Einrichtung arbeitet, im Frühjahr 2018 vor allem damit beschäftigt, die Kooperationen mit den örtlichen Schulen und Vereinen wieder aufleben lassen. Und das funktionierte auch wunderbar. In den vergangenen zwei Jahren haben die Institutionen wieder in das Jugendzentrum gefunden. Sie führen viele Veranstaltungen dort durch. Und das hat auch den schönen Nebeneffekt, dass junge Leute die Einrichtung kennenlernen und nachmittags gern wiederkommen. „Das klappt mittlerweile auch mit den Grundschülern der Stadt“, freut sich Thomas Kavan.

Unterstützung von der Stadt

Kurz nach seinem Start gab es gleich drei Eröffnungsveranstaltungen in der Einrichtung. „Da wurde von städtischer Seite viel zugesagt, und das waren keine leeren Floskeln.“ Denn in Zusammenarbeit mit der Stadt konnte das Haus im vergangenen Jahr an die Fernwärme angeschlossen werden und bekam eine neue, dringend benötigte Heizungsanlage. Dann schlich sich so langsam Routine ein, auch was die Finanzierung eines solch großen Hauses betrifft. Und hierbei lobt Thomas Kavan wieder die Stadt Leinefelde-Worbis. Sie habe einen Teil der Stromrechnung übernommen und damit sehr geholfen.

Beim Stichwort Helfen will sich der Einrichtungsleiter gern noch bei allen Ehrenamtlichen und den Bundesfreiwilligendienstlern bedanken, die ihm und seiner Kollegin unter die Arme greifen. Er ist sehr froh, dass er aktuell auf zwei junge Männer im Bundesfreiwilligendienst vertrauen kann: Der 20-jährige Niclas Hübenthal aus Kreuzebra und der 17-jährige Simon Nauel aus Leinefelde kümmern sich im Haus mit um die offene Jugendarbeit.

Bundesfreiwilligendienstler helfen mit

Letzterer ist ganz frisch seit Jahresbeginn dabei, weiß aber schon, wie die jungen Menschen hier ticken. Auch, weil er schon zahlreiche Praktika im sozialen Bereich hinter sich hat, ebenso in der Einrichtung selbst. „Vor allem ist das hier ein Rückzugsort, wenn man Stress mit der Familie hat oder sich herausstellt, dass die Freunde nicht echt sind.“ Es gehe also vor allem um Freunde treffen. Thema Nummer Eins ist aber die Schule. Da werden Hausaufgaben zusammen gemacht und später auch Bewerbungen geschrieben. „Sonst sind wir Ansprechpartner für alles“, sagt Simon Nauel.

Nach seinem Dienst möchte er Kinderpfleger werden und kann sich die Stunden in der Einrichtung bei der Ausbildung anrechnen lassen. Und auf der anderen Seite profitiert das Haus selbst, denn die BFD-ler werden gebraucht, unterstützen, lernen viel in der Praxis und verdienen sich außerdem ein bisschen Taschengeld.

Näheres zur frei werdenden Stelle unter www.diakonie-muehlhausen.de/stellenangebote

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