1. Ilmenauer Mädchenflohmarkt: Für zehn Euro neu eingekleidet

Ilmenau  Zehn Tische mehr wegen des großen Andrangs beim 1. Ilmenauer Mädchenflohmarkt, der auch einem guten Zweck diente.

Anna und Karin am Selfie-Stand. Foto: Karl-Heinz Veit

Foto: zgt

Mit solch einem Zuspruch zum „1. Mädchenflohmarkt“ am Sonntagnachmittag im Hotel „Tanne“ in Ilmenau hatten die Organisatoren von „Rotaract“ nicht gerechnet. „Wir sind überwältigt, aber zum Glück bestens organisiert, so dass der Markt den enormen Andrang bereits in der ersten Stunde verkraftet hat und alles reibungslos läuft“, sagte Gunnar Maaß. Er, der Student der Medienwirtschaft an der TU, hat gemeinsam mit André und Julia seit November in den sozialen Netzwerken heftig gewirbelt und den „1. Ilmenauer Mädchenmarkt“ an die Mädchen, aber nicht nur an sie, gebracht.

„Wir haben unsere Verkaufsflächen um gut zehn Tische auf 55 erhöhen müssen, so stark war die Nachfrage. Leider mussten doch noch einige Anwärterinnen außen vor bleiben, weil die Raumkapazität ausgereizt war, was uns natürlich leid tut“, entschuldigte sich Gunnar Maaß.

Verkauft wurde alles, was die anbietenden „Shopping- Queens“ einst an modischer Kleidung, Accessoires, Schmuck und Kosmetika erworben hatten und was nun, kaum getragen, manchmal nicht benutzt und bestens erhalten zum Kauf für kleines Geld ihren Nachnutzerinnen anboten.

Für knapp zehn Euro bekam man locker ein ganzes Ensemble mit Hose, Pulli, Top, Tüchlein und einem Schmuckstück obendrauf über den Tisch gereicht.

Nach Größen brauchten die Mädels nicht zu fragen. Sie schauten sich zum Vergleich die Verkäuferin an und wussten dann: „Das passt!“

Passgerecht war auch das Marktumfeld. Da gab es den Kuchenbasar des Gymnasiums „Am Lindenberg“, die „Selfie- Spaß- Ecke“ und Musik, die der thüringenweit bekannte „DJ Johannes Ruf“ auflegte.

Was gut ist, kommt wieder

Der Markt verfolgte natürlich auch den guten Zweck, nämlich das Rotary Spendenprojekt „Toiletten für Schulen in Mumbai“ finanziell zu unterstützen. Gerade einmal 45 Prozent der Menschen haben in Indien eine eigene Toilette, in den Städten sind es nur 80 Prozent. Ist es für uns das normalste der Welt, eine Toilette in der Wohnung zu haben, teilen sich dort oft bis zu 200 Menschen eine einzige. Ganz abgesehen davon, dass das für so viele Menschen viel zu wenig ist, ist diese oft keine, wie wir sie kennen, sondern „einfach ein Loch im Boden, ein Kanal, offen und ohne jegliche Privatsphäre“, hieß es im Flyer zur Veranstaltung.

Es gibt das geflügelten Wort: „Was gut ist, kommt wieder!“ Der erste Ilmenauer Mädchenmarkt war gut und lief super. Deshalb wird es einen nächsten geben, versprechen die Veranstalter, deren Mitglieder für „Lernen-Helfen-Feiern“ einstehen und zu haben sind.

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