109 Meter mit nur einem Atemzug

Der Berliner Jonas Krahn stellte im Sundhäuser See einen neuen Weltrekord im Apnoe-Tauchen ohne Flossen auf.

Geschafft: Dem Berliner Jonas Krahn gelang im Sundhäuser See ein neuer Streckenrekord im Apnoe-Tauchen ohne Flossen. Foto: Jens Feuerriegel

Foto: zgt

Sundhausen. Der Sundhäuser See wird im nächsten Guinness-Buch der Rekorde stehen. Als Ort einer Weltbestleistung. Der Berliner Jonas Krahn hat es geschafft: Der 26-Jährige tauchte ohne Flossen mit nur einem Atemzug 109 Meter weit. Gleich im ersten Versuch gelang dem Apnoe-Profi von den "Utopian Freedivers" der Streckenrekord. Nur 15 Zentimeter fehlten dem Berliner, dann hätte er sogar die 110 Meter geknackt. Der bisherige Rekord lag bei 107 Metern - ebenfalls von einem Deutschen gehalten.

Zwei Schiedsrichter - der eine saß im Begleitboot, der andere schwamm nebenher - protokollierten die neue Bestmarke. Eine Stunde vor seinem Erfolg wollte Jonas Krahn auch im Apnoe-Tauchen mit Flossen einen Weltrekord aufstellen. Das misslang ihm jedoch. Aber nur denkbar knapp. Lediglich drei Meter fehlten ihm bis zur neuen Bestmarke (153 m).

Der äußere Rahmen war am Sonnabend perfekt. Für seine Wasserqualität und klare Sicht ist der Sundhäuser See berühmt. Zudem war auch das Wetter optimal. Die Windstille kam Krahn sehr entgegen. Allerdings waren die Berliner erst am Samstag angereist. Vier Stunden fuhren sie. Und dann ging es gleich ins Wasser.

Das Tauchen ohne Sauerstoffgerät fasziniert Krahn seit seiner Kindheit. Durch jahrelanges Training und spezielle Atemtechnik ist er heute in der Lage, nach einmaligem Luftholen über sieben Minuten unter Wasser zu bleiben. Mit einem Atemzug taucht er im Hallenbecken mit Flossen 190 und ohne 150 Meter weit. In freier Natur ist solch eine Leistung weitaus schwieriger. "Utopian Freedivers" sind vier Extremsportler aus Berlin und Braunschweig. Viermal in der Woche trainieren sie. Krahn stellte bereits drei deutsche Seerekorde auf. In der Tiefe setzte er bei 80 Metern eine Bestmarke.

Seine Truppe kommt gern nach Sundhausen. Wegen der zentralen Lage, aber vor allem wegen der tollen Unterstützung durch das Nordhäuser Tauchsportzentrum, betonte Krahn. Seine Ortswahl für die Weltrekordversuche sollte auch ein Dankeschön an das Team um Inhaber Wolfgang Tröger sein.

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