12. Waldjugendspiele auf dem Scharfenstein

Beuren  Freude beim Entdecken der Natur entfachen: 12. Waldjugendspiele auf dem Scharfenstein mit 14 spannenden Stationen auf dem Naturlehrpfad.

Die Cousins Yannik Golombek und Ben Simon aus Reinholterode haben beim Wettsägen im Wald wirklich alles gegeben. Foto: Eckhard Jüngel

Die Cousins Yannik Golombek und Ben Simon aus Reinholterode haben beim Wettsägen im Wald wirklich alles gegeben. Foto: Eckhard Jüngel

Foto: zgt

Einen tollen Tag im Wald haben 300 Schüler gestern unweit der Burg Scharfenstein verbracht. Die 15 Klassen, hauptsächlich aus dem Altkreis Worbis, waren auf Einladung der Forstämter Bleicherode-Südharz, Hainich-Werratal, Heiligenstadt und Leinefelde mit Bussen zu den 12. Waldjugendspiele angereist. Und hatten sich mit ihren Lehrern vorher im Unterricht gut auf die Aufgaben, die es nach der kleinen Einweisung im Wald zu lösen galt, vorbereitet.

In gewohnt lockerer Manier begrüßte Elger Kohlstedt, der Leiter des Forstamtes Leinefelde, die Kinder. Auch fünf Jagdhornbläser gestalteten die Eröffnungszeremonie mit. Und dann ging es auch schon zu den 14 Stationen auf den Naturlehrpfad, wo wieder um die Punkte gewetteifert wurde.

„Eigentlich möchten wir nicht, dass bei den Waldjugendspielen der Wettbewerbsgedanke im Vordergrund steht. Es ist nicht die Höchstleistung, die für uns zählt, sondern vielmehr die Freude, die die Kinder beim Entdecken und Erkunden der Natur und ihrer Zusammenhänge empfinden und wenn sie die Bedeutung des Waldes und seiner Bewohner erkennen“, sagt Jörg Walter, Revierförster im Revier Wenderhütte, der gestern mit der Fotokamera unterwegs war, um die Freude der Kinder auch in Bildern festzuhalten.

Dennoch gönnte er den Kindern ihren Spaß, wenn sie sich zum Beispiel beim Wettsägen mächtig ins Zeug legten, so wie die Cousins Yannik Golombek und Ben Simon aus Reinholterode, beide Viertklässler der Grundschule Bodenrode, die an der Säge ein prima Team waren.

„Bei uns kennen noch viele Kinder den Wald, weil ihre Eltern oder Großeltern mit ihnen rausgehen. Aber in größeren Städten ist es schon erschreckend, wie wenig die Kinder noch über den Wald wissen“, sagt Jörg Walter. Mit den Waldjugendspielen wolle man den Schulen eine Art Anleitung geben, was man mit den Kindern in der Natur machen kann. „Es soll keine Leistungsschau sein“, betont er nochmal. Daher habe man bei einigen Stationen die Punkte jetzt auch abgeschafft.

Stolze Sieger wurden nach dem Durchlaufen aller Stationen dennoch gekürt. Und wie in den vergangenen Jahren gab es für die Schüler zur Stärkung dann auch wieder Bratwürstchen von den Förstern. Geärgert hat sich Forstamtsleiter Elger Kohlstedt aber ein bisschen darüber, dass die nicht mehr auf dem großen Freigelände unterhalb der Burg Scharfenstein gegrillt werden durften – weil das dem Kioskbetreiber auf der Burg Scharfenstein nicht gefällt.

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