800 Tanzlustige beim 3. Sommernachtsball in Heiligenstadt

Heiligenstadt (Eichsfeld)  Premiere in Eigenverantwortung der Stadt mehr als gelungen – Tanz bis nach Mitternacht

Eine rauschende Ballnacht voller Freude: Zum 3. Sommernachtsball am Heiligenstädter Vitalpark kamen über 800 Gäste, um sich mit berühmten Melodien verwöhnen zu lassen – samt professioneller Moderation und gelungenen Programmpunkten. Foto: Silvana Tismer

Eine rauschende Ballnacht voller Freude: Zum 3. Sommernachtsball am Heiligenstädter Vitalpark kamen über 800 Gäste, um sich mit berühmten Melodien verwöhnen zu lassen – samt professioneller Moderation und gelungenen Programmpunkten. Foto: Silvana Tismer

Foto: zgt

Wiener Walzer, Tango, Foxtrott, Rumba und Cha Cha Cha – das Ganze zu den Klängen des Weimarer Orchesters „Franz L“ im lauen Abendwind bei Sonnenuntergang auf dem Gelände des Vitalparks. Der 3. Sommernachtsball in Heiligenstadt verwandelte sich in eine rauschende Ballnacht. So rauschend, dass Bürgermeister Thomas Spielmann (BI) nur noch ein Wort ins Mi­krofon sagen konnte: „Sensationell“.

Etwa 350 Karten waren im Vorverkauf über den Tresen gegangen. Dass es dann am Samstagabend über 800 Gäste waren, die sich im sehr gelungenen und niveauvollen Ambiente im Walzertakt auf der Tanzfläche drehten, damit hätte man beim besten Willen nicht gerechnet, sagte ein strahlendes Stadtoberhaupt.

Es passte alles. Am Nachmittag hatte ein Regenschauer noch für lange Gesichter gesorgt, doch als es darauf ankam, strahlte die Sonne aus einem stahlblauen Himmel und tauchte später das Gelände am Vitalpark in goldenes Licht. An den Treppenaufgängen sorgten Kerzen für romantische Atmosphäre. Moderator Heiko Lendeckel verstand es im schwarzen Anzug trefflich, die Gäste zu unterhalten und die einzelnen Programmpunkte locker zu moderieren, um dem Orchester „Franz L.“ ab und zu eine kleine Ruhepause zu gönnen.

Zwischendurch unterhielt Komiker „Karl Heinz“ mit Kalauern die Gäste an den Tischen. Für Raunen sorgte allerdings das Göttinger Tanzpaar Markus Fiebig und Johanna Söllner, die bereits in der Bundesliga tanzten und unter den Erklärungen von Gerald Hartung, Vorsitzender der Tanzsportgemeinschaft Eichsfeld, zeigten, wie schwungvoll ein echter Wiener Walzer getanzt wird, wie ruhig und doch zackig ein echter argentinischer Tango wirkt oder auch, wie lebenslustig ein Discofox aufs Parkett gelegt werden kann. Mit rauschendem Beifall wurden die beiden Turniertänzer belohnt, genauso wie die Models, die später neueste Trendmoden aus einer Heiligenstädter Boutique vorführten.

Das Orchester „Franz L.“ zog seinerseits alle Register. Schwungvolle Wiener Caféhausmusik wechselte sich ab mit berühmten Evergreens – vorgetragen von Tenor Alexander ­Voigt standesgemäß im Frack – bis hin zu Klassikern der jüngeren Musikgeschichte, denen Gastsängerin Jorita Solf ihren Stempel aufdrückte. Von Sadés „Smooth operator“ bis zum schwungvollen „Mamma Mia“ reichte die Palette.

Und nicht nur für die Ohren und Augen war der erste Sommernachtsball in Eigenregie der Stadt ein Genuss, sondern auch kulinarisch. Von Zander über vegetarische Pasta bis hin zu fantasievollen Kleinigkeiten aus Obst reichte das Angebot, das auf der Bühne verkostet wurde und Thomas Spielmann fungierte teils selbst als Kellner.

„Es ist ein Zeichen, dass es funktioniert, wenn alle zusammenhalten“, so Spielmann. Dank geht an das THW, das DRK, die Kur, den Vitalpark, die Eichsfeldwerke – die einen Bus zur Verfügung stellten – den Bauhof und das Stadtmarketing. „Es gab eine kleine Anschubfinanzierung“, so Spielmann. „Aber wenn sich der Ball so weiter entwickelt und etabliert, dann trägt er sich bald selbst. Und das wünschen wir uns.“ Genau wie die Gäste. Immer wieder wurden begeisterte Stimmen laut.

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