Aggressiver Fuchs greift Mann und kleines Mädchen an

Schmiedefeld am Rennsteig  Auf das Tier, das zuletzt zwei Menschen angegriffen hat, wird nun täglich Jagd gemacht. Es ist nicht ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich, dass der Fuchs die Tollwut hat.

Im Normalfall machen Füchse einen Bogen um Menschen. Symbolfoto: Marco Kneise

Im Normalfall machen Füchse einen Bogen um Menschen. Symbolfoto: Marco Kneise

Foto: Marco Kneise

Der Fuchs gilt als scheues Tier, doch was Anfang der Woche in Schmiedefeld am Rennsteig passierte, passt nicht zum Image des Waldbewohners. Dort hat ein Fuchs einen Mann und ein Kind attackiert. Seine Begegnung mit dem angriffslustigen Tier hat Jörg Brömel mit der Handykamera festgehalten.

Der Vorsitzende des Wintersportvereins Schmiedefeld bereitete am Montag den Hang der Skisprungschanze für den nächsten Wettkampf vor. Dort sei das Tier auf ihn zugekommen, habe gefaucht und versucht, ihn zu beißen, berichtet Jörg Brömel der Zeitung „Freies Wort“. Mit einem Stock habe er den Angreifer schließlich in die Flucht schlagen können. Opfer des womöglich selben Fuchses soll auch ein kleines Mädchen geworden sein. Dessen Mutter berichtet, wie das Tier ihre Tochter gebissen habe, als die Familie zum Rodeln in der Nähe der Kurparkwiese in Schmiedefeld unterwegs waren.

Christoph Pause ist nun jeden Tag auf der Jagd nach dem Problem-Fuchs. Er ist Jagdpächter in Schmiedefeld und will das Tier so schnell wie möglich fangen, um die Gefahr aus dem Weg zu räumen und festzustellen, ob das Tier krank ist. Von Tollwut geht der Jäger nicht aus. Zuletzt wurde Tollwut 2008 bei einem Deutschen diagnostiziert, der in Marokko von einem streunenden Hund gebissen wurde. Laut Robert-Koch-Institut gilt Deutschland seitdem als tollwutfrei.

„Das Tier sieht gesund aus“, sagt Christoph Pause nachdem er sich das Video von Jörg Brömel angeschaut hat. Näherliegend sei, dass sich der Fuchs hormongesteuert verhält, weil er sich in der Paarungszeit befindet.

Davon geht auch Hagen Dargel, Leiter des Forstamts Frauenwald, aus. Um eine ansteckende Krankheit auszuschließen, sei es wichtig, das Tier untersuchen zu lassen. Doch bisher habe sich der Fuchs nicht wieder sehen lassen, sagt Jäger Christoph Pause. Das aggressive Tier hält Schmiedefeld weiter in Atem.